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vor 17 Stunden, Lemar95 schrieb:

Schöne Realitätsverzerrung von einem irrelevanten Pseudowissenschaftler. Lektüre kann man sich sparen. Es ist offensichtlich, dass das Grundgesetz im Kontext der aktuellen Politik als Schutz des freien Bürgers vor dem übergriffigen Staat zu betrachten ist. Damit dieser Schutz vollständig auf Augenhöhe ist, braucht es zusätzlich ein Recht auf Waffenbesitz, wie es in den USA implementiert ist. Dort hat man früh erkannt, dass das Volk die Möglichkeit haben muss, sich auf Augenhöhe, das heißt bewaffnet, gegen autoritäre Mächte zu wehren, wenn Demokratie und bürgerliche Freiheit dauerhaft erhalten bleiben sollen.

Die Realitätsverzerrung sehe ich dort, wo man denkt, das Recht auf Waffenbesitz würde so simpel schützen.

In dem Moment in dem es eine echte Revolution gibt, wird dann der durchschnittliche 2nd Amendment Philosoph lernen, wofür die USA jedes JAhr ihr Verteidigungsbudget ausgeben. Wenn es dann nicht mal wenige Tage dauert, bis die US Army die ganze Sache unter Kontrolle hat, weil sie nicht nur Waffen, sondern Tracking Systeme, Anti Insurgency Tactics, schwere Waffen, Drohnen mit Wärmebildkameras, Tonnen an Crowd Control Mechanismen, Mikrowellenkanonen zur Kontrolle großer Gruppen und 20 verschiedene Spezialeinheiten, die seit der Jahrtausendwende auf das Jagen und Ausschalten von Rebellen und kleinen Terroristengruppen spezialisiert sind, ihr Eigen nennen.

Ich halte diese Vorstellung, Zivilisten in hohen Mengen hätten dem etwas entgegen zu setzen wenn die Amis ernst machen würden intern, für wirklich amüsant.

 

 

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vor 16 Minuten, Shao schrieb:

Die Realitätsverzerrung sehe ich dort, wo man denkt, das Recht auf Waffenbesitz würde so simpel schützen.

Das Recht auf Waffenbesitz muss man aus der Geschichte der USA heraus verstehen. Ein Mann muss das Recht haben sich und seine Familie mit der Waffe in der Hand zu verteidigen. Nicht zufällig ist dieses Grundrecht in der amerikanischen Verfassung verankert und unbedingt im historischen Kontext zu verstehen ...

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vor 34 Minuten, Shao schrieb:

... Die grundsätzliche Lebensweise eines Menschen war über Jahrtausende die eines Stamms mit Arbeitsteilung. Man hatte Kontakt zu einer kleinen Anzahl Personen und wurde vom "Dorf" betreut, was dann meistens die Mütter waren während gejagt und gesammelt wurde, später dann sind die Kinder in kleinen Gruppen mit den Müttergruppen oder Vätergruppen auf die jeweilige Aufgabe zugelaufen. Je nachdem, wie ein Stamm organisiert war ...

Dadurch hat sich eine sehr lange sehr enge Bindung an die Eltern und kleine Gruppen entwickelt. Durch die vielen Kinder, die dort waren, hatte man meist Kontakt zu vielen Brüdern und Schwestern und einer Gruppe von anderen, die in der engeren Peer Group waren.

Interessanterweise kennen Naturvölker in seltenen Fällen so etwas wie eine Rebellion in der Pubertät. Auch in der Erziehung der Kinder wird oft wenig emotional agiert, man geht davon aus dass die Kinder noch nicht "fertig" sind, daher werden sie erst später wirklich ernst genommen und es herrscht eine interessante Ruhe im Umgang. Also keine Timeouts, keine Strafen, keine Ansprachen, keine Wut, keine Moralpredigt. Macht es etwas Dummes, wird es einfach geschnappt, hochgenommen und ignoriert, wie ein kleiner Welpe. Ohne Wut oder sonstiges, selbst wenn das Kind beißt oder spuckt und kratzt.

D`accord. Grundsätzlich.

vor 37 Minuten, Shao schrieb:

Manche Stämme waren stark nach Geschlecht getrennt, in anderen war das weniger so und es gab auch Frauen die bspw. gejagt haben. 

Gewisse Trennung nach Geschlechtern, einverstanden. Allerdings Frauen, die bspw. gejagt haben, halte ich dann doch für äußerst überschaubar ...

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Ähm ja, danke für den Ausflug zu den Naturvölkern aber es ging doch grade darum, dass du sagtest Präsenzunterricht wäre unnötig und dass die Kinder zuhause bleiben sollten.

vor einer Stunde, Shao schrieb:

Wenn ich eine ideale Situation darstellen würde, dann würde Schule schon Präsenzunterricht beinhalten

Wir sind halt derzeit nicht bei wünsch-dir-was.

vor einer Stunde, Shao schrieb:

Ich würde sie zwingen oft in kleineren, wechselnden Gruppen zu arbeiten (Statt eines Klassenverbands)

Ist ja in der aktuellen Situation auch nicht unbedingt das Ideale, oder?

vor einer Stunde, Shao schrieb:

Gruppenverhalten und kritisches Denken sowie Leadership sind heutzutage entscheidender.

Und wie sollen das Einzelkinder, die über Monate nur mit ihren gestressten Eltern abhängen lernen? Hätte mich gefreut, wenn du darauf in deiner Antwort eingegangen wärst. Ich gehe mal davon aus, dass du als Psychologe in unseren Breitengraden und nicht mit Naturvölkern arbeitest!?

 

Nichts für Ungut, aber ich bekomme den Bogen zwischen dem Geschreibsel hier und deiner Aussage "Wir machen alles dicht, Kinder brauchen eh keinen Präsenzunterricht - weil ohnehin unbrauchbar"  irgendwie nicht gespannt. Vor allem fehlt irgendwo der Bezug zur Realität. Wenn das nur eine "wäre schön, wenn"-Träumerei war, dann lassen wir es einfach mal so stehen und ich geb Ruhe.

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vor 31 Minuten, a.supertramp schrieb:

Ähm ja, danke für den Ausflug zu den Naturvölkern aber es ging doch grade darum, dass du sagtest Präsenzunterricht wäre unnötig und dass die Kinder zuhause bleiben sollten.

Ja, das wäre die Optimalsituation. Der Ausflug war auch mehr in der Richtung aufgebaut, dass die Frage aufkam "Braucht man diesen Kontakt, der so weit weg ist." Die Antwort ist: Vermutlich nicht. Er ist anderweitig sicherlich nützlich, also dass allgemein Kontakt in der Gruppe da ist, aber nicht unbedingt institutionalisiert und weit weg von den Eltern. 

Zitat

Ist ja in der aktuellen Situation auch nicht unbedingt das Ideale, oder?

 Jain. Du könntest im Moment, wenn wir so organisiert wären, Home Schooling Gruppen erzeugen, die eine hermetische abgeriegelte Gruppe wären. In den USA ist sowas möglich und Usus. Studien gibt es dazu auch. 

Zitat

Und wie sollen das Einzelkinder, die über Monate nur mit ihren gestressten Eltern abhängen lernen? Hätte mich gefreut, wenn du darauf in deiner Antwort eingegangen wärst. Ich gehe mal davon aus, dass du als Psychologe in unseren Breitengraden und nicht mit Naturvölkern arbeitest!?

Ich arbeite mit Erwachsenen, denn die sind eher das Problem, als die Kinder. Mein Hauptaugenmerk ist im Moment vor allem Potenzialentwicklung, High Performance Coaching und Menschen zu helfen, "alles" aus sich herauszuholen, was sie sich wünschen. Da kommt man dann oft mit Mustern in Kontakt, die sich aus der Kindheit/Jugendalter entwickelt haben. Dabei sind aber tatsächlich die Eltern und der Kontakt dorthin extrem wichtig. 

Kinder sind wie Schwämme und emotional sowie von ihrer Belastbarkeit her erstaunlich flexibel. Solange die Beziehung zum sog. "Primary Caregiver" also Mutter und Vater, über die ersten Jahre gestimmt hat und Mutter und Vater (Oder Mutter/Mutter, Vater/Vater oder auch nur ein alleinerziehender Elternteil) selbst emotional stabil sind oder waren, können sich Kinder an widrigste Bedingungen anpassen. Schwierig wird es dann, wenn auch das Zuhause kein Rückzugsort vor Stress ist und Eltern ihre eigene Anspannung nicht unter Kontrolle haben. Ein großer Teil meiner Arbeit hat tatsächlich damit zu tun, Leistung zu erzeugen, indem ich Erholung und mentale Regeneration verordne. Die meisten Menschen heutzutage haben Schwierigkeiten mit echter Entspannung, knapp die Hälfte meiner Klienten zeigt anfangs Probleme, was Schlaf angeht. 

Man findet dann bei Erwachsenen aber immer wieder Muster, die auf sowas zurückgehen. Solange man die Erwachsenen dazu kriegt, den Stresspegel zu reduzieren und tatsächlich ein Fels in der Brandung zu sein, klappt das mit Kindern schon. Scheisse wirds, wenn die Erwachsenen ihre Muster nicht unter Kontrolle kriegen und auf die Kinder übertragen. Das ist dann quasi das, was Therapeuten ihr Einkommen bringt 😉

 

Zitat

Nichts für Ungut, aber ich bekomme den Bogen zwischen dem Geschreibsel hier und deiner Aussage "Wir machen alles dicht, Kinder brauchen eh keinen Präsenzunterricht - weil ohnehin unbrauchbar"  irgendwie nicht gespannt. Vor allem fehlt irgendwo der Bezug zur Realität. Wenn das nur eine "wäre schön, wenn"-Träumerei war, dann lassen wir es einfach mal so stehen und ich geb Ruhe.

Da ging es tatsächlich eher um, wie wäre es optimal. Und die Frage "Ist das denn notwendig." Da ist so eine Tangente denke ich ganz interessant. In der jetzigen Situation denke ich, dass vor allem die Erwachsenen mentale und technische Hilfe und Flexibilität der Arbeitgeber brauchen, denn die geben das dann an die Kinder weiter. Wie gesagt, Kinder sind die meiste Zeit doch sehr flexibel, deswegen packen sie ja auch das unsägliche Schulsystem zu einem großen Teil sehr gut. Problematisch wirds dann meist später, wenn die Stressmechanismen der Erwachsenen weitergegeben werden.

Im Moment brauchen eigentlich wirklich viele Leute mentale Hilfe und Möglichkeiten, mit der Situation umzugehen. Und da hapert es jetzt doch sehr und viele sehen gar nicht, wie dieser Stress unterschwellig wirkt. Und da ist denke ich anzusetzen. 

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vor 4 Stunden, All_In schrieb:

Leute ich habe keine Lust mehr. Jetzt lasst uns alle mal gemeinsam ordentlich auskotzen. Ich fang mal an:

Ich hocke seit über einem Jahr auf knapp 60 Quadratmeter in einer 2 Zimmerwohnung mit meiner Freundin zusammen an einem großen Tisch, wir sind beide im Dauer-Homeoffice. Der große Tisch steht improvisiertn mitten im Wohnzimmer, da wo wir jeden Abend ebenfalls exakt gleich auf der Couch verbringen. Kabel-Chaos zwischen Laptops und aufgestellten Bildschirmen. Wenn wir beide gleichzeitig Calls habe muss einer in die Küche oder in den Flur.

Totaler Lagerkollaps und nichts auf dass man sich freuen kann.

Und wahrscheinlich ist das noch Jammern auf hohem Niveau. Erzählt mir bitte wie Kacke es euch geht.

Na toll... Austausch vom Negativum... aber gut:

Kacke geht es den Gastronomen, denen die Erlaubnis zum Gaststättenbetrieb für immer entzogen wird, weil sie über ein Jahr zu hatten - die Lockdown-Monate zählen nämlich mit.

Kacke geht es dem Inhaber meiner Musikschule, die seit Dezember zu ist, aber er hat für den Januar noch keinen Cent Hilfe bekommen. 

Und mir - weil ich schon 4 Monate keinen Gesangunterricht hatte :-) Ansonsten... es kommt wie es kommt. Ich will diese lustige Komödie auf alle Fälle bis zum Ende schauen. 

P.S. In meiner Heimatstadt ist alles offen - Bar, Restaurants, Museen, Theater, Fitnesszentren - Masken trägt man dort meistens auf dem Kinn :-) Wer sich impfen will, kriegt den Termin sofort, drei Stoffe zur Auswahl, alle Tests - auch schnell und unbürokratisch. Wer will, natürlich. Digitale Impfpässe oder besondere Rechte für Geimpfte ist dort kein Thema.

bearbeitet von Yaёl
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vor 4 Minuten, Yaёl schrieb:

P.S. In meiner Heimatstadt ist alles offen - Bar, Restaurants, Museen, Theater, Fitnesszentren - Masken trägt man dort meistens auf dem Kinn :-) Wer sich impfen will, kriegt den Termin sofort, drei Stoffe zur Auswahl, alle Tests - auch schnell und unbürokratisch. Wer will, natürlich. Digitale Impfpässe oder besondere Rechte für Geimpfte ist dort kein Thema.

Jaja, Mütterchen Russland, die Wiege der Freiheit und Demokratie. 

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vor 33 Minuten, Shao schrieb:

Ein großer Teil meiner Arbeit hat tatsächlich damit zu tun, Leistung zu erzeugen, indem ich Erholung und mentale Regeneration verordne. Die meisten Menschen heutzutage haben Schwierigkeiten mit echter Entspannung, knapp die Hälfte meiner Klienten zeigt anfangs Probleme, was Schlaf angeht.  

Sorry für Off-topic, aber könntest du da eventuell kurz etwas Einstiegsliteratur/Studien nennen? Das interessiert mich wirklich sehr.

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vor 1 Stunde, ToTheTop schrieb:

Jaja, Mütterchen Russland, die Wiege der Freiheit und Demokratie. 

ooo, ich bitte um Verzeihung - @All_In hat darum gebeten über die "Kacke" zu erzählen, und ich erlaubte mir zum Schluss noch etwas Gutes zu erwähnen.  🤷‍♂️ 

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Wtf, wo ist mein Putin-Beitrag? War ich zu doof zum Abschicken oder wurde der gelöscht? jfl? Naja, jedenfalls, Russland nix gut, hohe Exzess-Mortalität und so weiter:

Zitat

Russia recorded more than 55,000 excess deaths in January, data from the country’s official statistics agency (Rosstat) published Friday showed.

Since the start of the pandemic until the end of January — the latest such data is available — Russia has now recorded 394,000 more deaths than in the previous period. That represents a 24% increase in fatality and one of the highest excess death tolls in the world, even after adjusting for population.

https://www.themoscowtimes.com/2021/03/05/russias-excess-death-toll-approaches-400k-a73168

Also braucht man jetzt nicht unbedingt abfeiern, ne? Naja, davon abgesehen:

Zitat

Die Bundesregierung erwartet bis Ende April die Lieferung von fast 20 Millionen Impfdosen. Das geht aus einem Papier zur Impfstoffbeschaffung hervor, das ZEIT ONLINE vorliegt.

 

Demnach wird die wöchentliche Liefermenge von BioNTech/Pfizer ab dem 5. April auf 2.515.500 Impfdosen pro Woche steigen. Außerdem sollen von Beginn kommender Woche an mehr als 1,7 Millionen Dosen von Moderna bis Ende April geliefert werden. Von AstraZeneca werden im selben Zeitraum weitere 4.587.200 Impfdosen erwartet.

 

https://www.zeit.de/politik/deutschland/2021-03/coronavirus-deutschland-aktuell-lockdown-rki-neuinfektionen-live

Nur zur Einordnung: das wären mehr Impfdosen in einem Monat als im kompletten ersten Quartal. 20 + 19 Millionen = 39 Millionen Impfdosen, würde also theoretisch für 19,5 Millionen Menschen reichen, wenn man diese 2x impft. Tut man aber natürlich noch nicht bis Ende April, weil die Impfintervalle 6 - 12 Wochen lang sind. Jetzt wird man HOFFENTLICH (!!!) nicht alles davon zurücklegen, und dann könnte die Zahl der Erstimpfungen einfach mal HEFTIG anwachsen. Aber selbst wenn wir dumm genug sind und die Hälfte für Zweitimpfungen zurücklegen, wären das immer noch theoretisch 10 Millionen Erstimpfungen im April (plus paar Tage in Mai rein, je nachdem).

Also, ey, dat läuft! Aber nur, wenn der Saft jetzt auch endlich an die Hausärzte gegeben wird. Wenn wir auch im April noch bei max. 200.000 Erstimpfungen pro Tag rumdümpeln, oh Gott, ich darf nicht dran denken.

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vor 23 Stunden, suchti. schrieb:

Meckern ist immer einfach, aber was waere dein konkreter Vorschlag?

Ich war selbst bei 2 verschiedenen Bundesbehoerden in IT Projekten. Das Problem war ganz sicher nicht der Wille Geld in die Hand zu nehmen und Ressourcen bereitzustellen, sondern die Leistungsbereitschaft der Belegschaft. Wir mussten teilweise 2 Wochen warten, um einen Termin fuer ein Anforderungsinterview zu erhalten, weil Dieter und Petra schon um 3 Uhr den Stift niederlegen und sich auf den Weg nach Hause machen (und somit "keine Zeit haben"). 

Das Problem der Behoerdenlethargie hat Deutschland ganz sicher nicht fuer sich alleine gepachtet. Viele weitere Laender, wie bspw. die USA, haben extrem grosse Probleme Talente fuer den Staatsdienst zu gewinnen. Das bekommst du lediglich beseitigt, wenn du anfaengst ein wettbewerbsfaehiges Gehalt zu zahlen sowie eine Arbeitsatmosphaere schafftst in der junge Leute zumindest das Gefuehl haben, dass sie was bewegen koennen. Firmen wie Daimler oder BMW machen's ja aehnlich mit ihren "Innovation Labs" - die ambitionierten Leute bloss von der faulen und frustrierten Belegschaft weghalten und in Berlin (oder anderswo) ihr eigenes digitales Sueppchen kochen lassen. 

Das Problem bei vielen (nicht allen!) Beamtenberufen ist, dass gute Leistungen kaum belohnt werden und schlechte Leistungen kaum Konsequenzen mit sich bringen- es gibt kaum Anreize sich Mühe zu geben. Ob jemand am Tag 50 Reisepässe ausgibt oder nur 30 Stück macht für den Mitarbeiter und seine berufliche Laufbahn praktisch keinen Unterschied. In der Privatwirtschaft haben besonders schlechte Leistungen Konsequenzen- diese werden schneller und härter sanktioniert. Dazu müssen Unternehmen wirtschaften, konkurrenzfähig sein etc.- Behörden kennen solche Probleme einfach nicht. Dort konkurriert kein Job Center mit dem Job Center im Nachbarsdorf. 

 

bearbeitet von J.Peterson
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vor 12 Minuten, J.Peterson schrieb:

Das Problem bei vielen (nicht allen!) Beamtenberufen ist, dass gute Leistungen kaum belohnt werden und schlechte Leistungen kaum Konsequenzen mit sich bringen- es gibt kaum Anreize sich Mühe zu geben. Ob jemand am Tag 50 Reisepässe ausgibt oder nur 30 Stück macht für den Mitarbeiter und seine berufliche Laufbahn praktisch keinen Unterschied. In der Privatwirtschaft haben besonders schlechte Leistungen Konsequenzen- diese werden schneller und härter sanktioniert. Dazu müssen Unternehmen wirtschaften, konkurrenzfähig sein etc.- Behörden kennen solche Probleme einfach nicht. Dort konkurriert kein Job Center mit dem Job Center im Nachbarsdorf. 

 

gibt auch im Öffentlichen Dienst normale Angestellte bin da aber sonst bei dir

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vor 4 Stunden, Shao schrieb:

Das ist ja ziemlich neu. Die grundsätzliche Lebensweise eines Menschen war über Jahrtausende die eines Stamms mit Arbeitsteilung. Man hatte Kontakt zu einer kleinen Anzahl Personen und wurde vom "Dorf" betreut, was dann meistens die Mütter waren während gejagt und gesammelt wurde, später dann sind die Kinder in kleinen Gruppen mit den Müttergruppen oder Vätergruppen auf die jeweilige Aufgabe zugelaufen. Je nachdem, wie ein Stamm organisiert war. Manche Stämme waren stark nach Geschlecht getrennt, in anderen war das weniger so und es gab auch Frauen die bspw. gejagt haben. 

Dadurch hat sich eine sehr lange sehr enge Bindung an die Eltern und kleine Gruppen entwickelt. Durch die vielen Kinder, die dort waren, hatte man meist Kontakt zu vielen Brüdern und Schwestern und einer Gruppe von anderen, die in der engeren Peer Group waren.

Interessanterweise kennen Naturvölker in seltenen Fällen so etwas wie eine Rebellion in der Pubertät. Auch in der Erziehung der Kinder wird oft wenig emotional agiert, man geht davon aus dass die Kinder noch nicht "fertig" sind, daher werden sie erst später wirklich ernst genommen und es herrscht eine interessante Ruhe im Umgang. Also keine Timeouts, keine Strafen, keine Ansprachen, keine Wut, keine Moralpredigt. Macht es etwas Dummes, wird es einfach geschnappt, hochgenommen und ignoriert, wie ein kleiner Welpe. Ohne Wut oder sonstiges, selbst wenn das Kind beißt oder spuckt und kratzt.

Das ist ein interessanter Exkurs über die Lebensform vergangener Zivilisationen (abgesehen von ein paar noch existierenden Naturvölkern) aber es spiegelt nicht unsere Lebensrealität wider. Hier ist es einfach ein Problem wenn vor allem Kinder und Jugendliche praktisch nur zuhause sein können. Stellt euch mal vor ihr kommt 2020 in die erste Klasse und seht fast ein Jahr später viele eure Mitschüler fast nur auf eurem Bildschirm im Onlineunterricht. 

Ganz ehrlich, für Studenten ist das auch total beschissen. Kein normales Studentenleben, kein Auslandssemester, keine Partys. Hört sich alles trivial an aber stellt euch mal ihr hättet das alles verpasst. Diese Zeit prägt junge Menschen. Hier sind viele berufstätig und uns fehlt der Bezug zu dieser Generation. Ich finde es mittlerweile absolut unverzeihlich, dass sich hier noch immer nichts geändert hat und vor allem die junge Generation für die Fehler der Politik büßen muss- ja, klingt wie ein hohle Phrase aber es stimmt einfach. 

bearbeitet von J.Peterson

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Scheiße ist das Aussetzen von Prüfungen. Von Laboren. 
Finanzielle Probleme, da viele Studentenjobs wegfallen.

Partys sind da noch das kleinste Problem. Ja, doof. Und schade finden kann man's auch. Aber ist jetzt kein Argument für oder gegen irgendwas.

bearbeitet von Dalido

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vor 6 Stunden, Lemar95 schrieb:

Wollen wir nicht lieber McDoof verbieten?

Fettleibigkeit ist keine Infektionskrankheit...

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vor 3 Minuten, Dalido schrieb:

Scheiße ist das Aussetzen von Prüfungen. Von Laboren. 
Finanzielle Probleme, da viele Studentenjobs wegfallen.

Partys sind da noch das kleinste Problem. Ja, doof. Und schade finden kann man's auch. Aber ist jetzt kein Argument für oder gegen irgendwas.

Es geht mir nicht direkt umd darum das es schlimm ist das Studenten keine Partys machen können. Es ist schlimm das sie viele typische Erfahrungen des Studentenlebens verpassen: Einen neuen Freundeskreis finden, aus dem Elternhaus ausziehen/ in eine WG ziehen, Menschen aus verschiedenen Ländern kennen lernen (dafür ist die Uni ein idealer Ort) usw. 

Ich möchte diese Erfahrungen nicht missen wollen. 

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vor 27 Minuten, J.Peterson schrieb:

Das Problem bei vielen (nicht allen!) Beamtenberufen ist, dass gute Leistungen kaum belohnt werden und schlechte Leistungen kaum Konsequenzen mit sich bringen- es gibt kaum Anreize sich Mühe zu geben. Ob jemand am Tag 50 Reisepässe ausgibt oder nur 30 Stück macht für den Mitarbeiter und seine berufliche Laufbahn praktisch keinen Unterschied. In der Privatwirtschaft haben besonders schlechte Leistungen Konsequenzen- diese werden schneller und härter sanktioniert. Dazu müssen Unternehmen wirtschaften, konkurrenzfähig sein etc.- Behörden kennen solche Probleme einfach nicht. Dort konkurriert kein Job Center mit dem Job Center im Nachbarsdorf. 

 

Ach doch. Wenn du als Beamter Shice baust, kannes durchaus Konsequenzen haben. Sei es nur für deine Karriere.

Da du Landes oder Bundesbeamter bist, kannste einfach versetzt werden und darfst dann erstmal nur Ablage machen, oder ähnlich anspruchsvollen Müll.

Bauste shice, kostet dich das evtl erstmal "nur" paar einige  Monatsgehälter.

Bauste richtig harten Mist, wirste aus dem Dienst entfernt, sprich, wenn du dein Amt missbrauchst und dir dies nachgewiesen wird.

Das Beamte Narrenfreiheit haben, stimmt einfach nicht, hält sich aber hartnäckig.

Da ich selbst Beamter bin, kann ich aber auch sagen, dass man sich des 2 mal überlegt, ob man irgendwas was nur so "hinscheißt", oder es ordentlich macht.
Denn die Sachen haben Konsequenzen.
Ich rede hier so von Kontenpfändungen oder Gewerbe Untersagungen, Beugehaft und sowas.
Sowas is nicht einfach so hingeschissen und oft brodelt man da paar Tage drüber, bevor man aufs Knöpchen drückt, oder den Brief aufgibt.
Versucht die Leute noch mal zu erreichen.. Aber wenn das halt nicht klappt, oder die Leute eben nicht antworten, hört das Verständnis irgendwann auf.
Dann is das Geheul groß und "könn se nicht, aber ich hab doch, und hier und da". Nope.

Der 0815 Mensch will halt nur schnell schnell usw. Was da dran hängt, die Bürokratie, was geprüft werden muss usw., sehen se nicht.

Ich hab hier im Amt "Kunden" die am 01.01.2021 Ihre Steuererklärung eingereicht haben und ne Woche später labern, wo denn Ihr Geld sei....
Das die Steuererklärungen so ugf ab Mitte März bearbeitet werden können, weil irgend n technischer Müll, kann man vieler Orts nachlesen. Trotzdem fragen se wien ungeduldiges Kleinkind auf der Reise nach Timbuktu...
"und jetzt??" "und jetzt??". Und davon gibts halt leider nicht wenige.. dazu noch Anträge, Anfragen usw.

Glaube, wenn ich mal hier so meinen Tagesablauf beschreiben würde, vor allem im Vergleich zu meinem alten Job, würde des Leute bissl anders sehen. Aber egal..Beamtenschwein höhö

Ansonsten wäre ich mit so dümmlichen Pauschalaussagen doch sehr vorsichtig.

Schwarze Schafe gibt es aber einfach überall.

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Die Beiträge von @Shao sind der Hammer. Man sieht immer wieder, dass manche Leute nicht ohne Grund ihre hohe Reputation im Forum haben. Leider lese ich zu wenig von ihm, weil ich zu wenig von Protein Shakes, Planks und Wiederholungen verstehe. Aber seine Beiträge hier auf den letzten Seiten haben mir viele Aspekte zum Thema Kindererziehung echt beleuchtet. Vielleicht überlege ich mir es ja doch irgendwann noch mal anders. Wenn dann heirate ich Shao, eine bessere Mama oder Papa wird es nicht geben! 

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vor 2 Minuten, Fastlane schrieb:

Wenn dann heirate ich Shao, eine bessere Mama oder Papa wird es nicht geben! 

Du hast aber nur mein Segen, wenn ihr mich dann auch adoptiert 😜

Aber ohne Mist: Ihr u. a. seid echt eine Bereicherung für das Forum und ich und auch viele andere, sind froh, dass ich hier euer Wissen den jungen Leuten, wie mir, vermittelt! ❤️ 

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Angenommen die lockdown Kacke geht uns irgendwann auf den Sack und die Regierung macht was sie will, Verlängerung, Verlängerung, Verlängerung obwohl jeden Tag auf allen Nachrichtenkanälen Empörung herrscht. Was dann? Muss ich warten bis irgendeiner zentral zu Fackeln und Mistgabeln aufruft und selbst wenn, woher weiß ich, dass das legit ist und nicht irgendein Querdenker/Coronaleugnerverein ist?

Ich will mich nur gegen die Bevormundung wehren, weiß nicht wie

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