20 Beiträge in diesem Thema

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Mich würde speziell für die Erwachsenen unter den Forenbegleitern interessieren, wofür Ihr eigentlich dankbar seid. Ich denke das ist ein Gedankengang, den man(n) viel öfter gehen sollte und der sich mir mit zunehmendem Alter häufiger aufdrängt. Sollte dieses Thema zu weit ab von PU sein, darf es gern verschoben werden. 

Mir wird beispielsweise zunehmend klar, dass ich für den Zeitpunkt meiner Geburt dankbar bin. Ich habe die alte Welt gesehen und erlebt, und ich erlebe und sehe die neue Welt. Ich bin in den 70ern, 80ern und 90ern aufgewachsen, für mich die bessere Zeit (komplett subjektiv und wertfrei gegenüber anders empfindenden Menschen). Eine Zeit, die ich im Vergleich zu heute als unendllich frei, entspannt und überaus menschlich erinnere. Ich wäre gern noch früher geboren worden, unter der Prämisse ausbleibender Kriegsschäden jeglicher Art gern auch Anfang des 20. Jahrhunderts.

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Bin im 30. Lebensjahr, hoffe es ist trotzdem in Ordnung, wenn ich mich zu Wort melde.

Ich bin für irrsinnig viele Dinge dankbar, alles was ich nicht selber in der Hand hatte:

- Dass ich eine schöne Kindheit in einer Vorstadt genießen durfte. Ich war den ganzen Tag in Wald und Feld unterwegs und habe Kaulquappen gerettet, Baumhäuser gebaut, Lagerfeuer gemacht... 

- Dass ich eine wunderbare Familie und einen wirklich guten Freundeskreis habe, auf die ich mich blind verlassen kann.

- Dass ich in einem Sozialstaat wohnen darf und ich Krieg nur aus Schulbüchern kenne.

- Dass ich körperlich fit bin und noch nie richtig krank war.

Außerdem bin ich auch für banale Dinge dankbar, wie zB dass mich Luxusprobleme beschäftigen wie etwa wann meine Biermarke wieder im Angebot ist oder warum Zalando meine Retoure noch immer nicht erhalten hat...

Oder ich bin dankbar für einen schönen Sonnenuntergang, wenn ich mit meinem Hund spazieren bin. Oder dass die neu gepflanzte Blutpflaume 50cm Triebe heuer gebildet hat... Oder dass meine Kollegin dran gedacht hat, mir morgens den Heizstrahler schon einzuschalten.

Das klingt komisch, aber ich denke, gerade solche Dinge erden uns auch. Besonders Schicksale in meinem erweiterten Social Circle geben mir oft zu denken, wie gut es mir doch eigentlich geht und dass meine Problemchen eigentlich alle hausgemacht sind.

Für Anderes bin ich auch dankbar, aber irgendwie vermischt mit bisschen Stolz (Ausbildung, Job, Wohnung) - sind eben Dinge, wo ich vielleicht auch Glück hatte, aber die ich nicht ohne Ehrgeiz und Einsatz gewuppt bekommen hätte. 

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Für all die tollen Menschen denen ich begegnet bin und noch begegnen werde. Dafür das ich mich nicht so alt fühle wie ich bin. Für eine wirklich tolle und besondere Partnerin. Dafür das ich mir mein Leben weitgehend so gestalten kann wie ich es möchte.

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Guter Thread hat son bisschen was von Krebs-Selbsthilfegruppe.

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Erlebtes. Unabhängigkeit. Gesundheit. Erfahrung.

Und damit: Möglichkeiten noch viel Neues zu entdecken.

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Am 15.5.2019 um 17:11 , James Wheeler schrieb:

Mich würde speziell für die Erwachsenen unter den Forenbegleitern interessieren, wofür Ihr eigentlich dankbar seid. Ich denke das ist ein Gedankengang, den man(n) viel öfter gehen sollte und der sich mir mit zunehmendem Alter häufiger aufdrängt.

Für alle Mädchen, die ich treffen und lieben durfte.

Für alle Mädchen, die mich abserviert haben, weil ich lernen konnte.

Für meine Eltern, die mir alles mitgegeben haben, was man braucht oder auch nicht.

Für den Umstand, dass ich keine Wampe habe. Naja, dafür renne ich je auch jede Woche.

Für den Umstand, dass ich viele Haare auf dem Kopp habe.

Für den Umstand, dass Ferdinand Porsche 1940 eine Idee hatte.

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Ich bin jetzt auch im 30. Lebensjahr, aber mir fällt derzeit auch zunehmend auf, dass ich für vieles unheimlich dankbar bin. 

Für meine Familie und meine Freunde, dafür immer zu wissen, dass mich ein soziales Netz auffangen wird. 

Für jeden Schicksalsschlag, meine erste Beziehung und meine Depression, durch die ich viel gelernt hab, und erst zu der wurde, die ich heute bin. 

Dafür, heute fit zu sein, und mein Leben genau so gestalten zu können, wie ich es möchte. Mit beinahe allem, wovon ich als Kind geträumt hab. Also für meine Wohnung die Terrasse, das Auto, Pferd und Hund als Mitbewohner, und keine Sorgen, was wir alle essen sollten. 

Für jeden Mann, der meinen Weg gekreuzt hat, und mit dem ich Erfahrungen machen konnte. Und am meisten für einen wunderbaren Partner, der ganz unverhofft aufgetaucht und geblieben ist. 

Für den Frieden und Wohlstand und die Freiheit und Unversehrtheit, in der ich aufwachsen dürfte. Besonders für den Mauerfall, durch den ich heute am grünen Band ausreiten, Pilze suchen und Fuchs und Hase treffen kann, ohne auf Minen zu treten...

Für alle guten Bücher und Filme, für weiche Betten und Wärmflaschen.

Und für jeden kleinen Moment im Job, der mir wieder zeigt, warum ich diese Arbeit eigentlich mache. 

 

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Für das Internet.

 

P.S. Ich bin Baujahr 69.

 

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Ich bin froh jetzt nicht 20 zu sein - wenn ich mir so anschaue welche Dinge diese Menschen beschäftigt, wie mit Problemen umgegangen wird usw.

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Ich bin für die unterschiedlichsten und banalsten Dinge dankbar. Ich suche mir auch jeden Tag bewusst Dinge für die ich Dankbar bin. Sei es ein schöner Sonnenaufgang wenn ich in die Arbeit fahre, das unsägliche Glück in einem der reichsten Länder der Welt geboren zu sein, für den Moment in dem ich einen Tee auf meinen Balkon genießen kann und, und, und.

Dankbarkeit triggert Zufriedenheit und Zufriedenheit triggert Glücklichsein.

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Nachdem ich mich mal wieder durch n paar Threads gekämpft habe muss ich sagen, ich bin verdammt dankbar dafür dass ich so bin wie ich bin und nicht so bin wie manch andere. Es Tippern viele frustrierte Jungs hier rum die sich selbst das Leben zur Hölle machen nur um den eigenen Bias zu bestätigen. Dafür bin ich wirklich dankbar, das ich nicht so bin oder sein muss.

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Ich bin dafür Dankbar, dass der Mensch Strukturen geschaffen hat, in denen er fähig ist zu sagen, dass er Dankbar dafür ist, dass es ihm besser geht als anderen und somit die Chance bekommt sich selbstüberhöhen zu können.

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Das ich bis jetzt schon älter geworden bin als ich jemals gedacht hätte*.

 

* ... obwohl ich allen " wie werden sie steinalt" Tipps zuwider handel.

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Dass ich völlig legal mit Frauen ficken darf, die nicht mal halb so alt sind wie ich.

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Für meine erlernten und angeborenen Fähigkeiten, die mir einen hohen Lebensstandard ermöglichen

Für meinen Körper, der zwar nicht mehr ganz so frisch aussieht wie früher, dafür aber super gut und gesund funktioniert

Für die ganzen Sachen die mir passiert sind um mich weiterzuentwickeln

Für die Leute die mich dabei begleitet haben

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Am 15.5.2019 um 17:11 , James Wheeler schrieb:

Mir wird beispielsweise zunehmend klar, dass ich für den Zeitpunkt meiner Geburt dankbar bin. Ich habe die alte Welt gesehen und erlebt, und ich erlebe und sehe die neue Welt.

Ist auch genau der Punkt, für den ich am Dankbarsten bin. Ich bin noch (weitestgehend) ohne Internet aufgewachsen. Vorallem ohne mobiles Internet. Entsprechend gibt es keine Videos von der ganzen Scheiße, die ich früher mit meinen Kumpels so gemacht hab. Dafür kann ich nur dankbar sein.

Wenn ich heute anschaue, wie Kinder und Jugendliche Probleme kriegen, weil die irgendwas dummes gemacht oder gesagt haben... ich denke mir dann immer nur: Ich habe echt üblere Sachen gemacht/ gesagt. Der Unterschied ist nur: Alle meine Jugendsünden waren Offline, nichts als schöne Erinnerungen, mit vertrauenwürdigen Freunden. Die Jugend von heute tut mir da so unendlich leid... alles ist öffentlich, ein dummer Kommentar auf Facebook kann einen heute auf ewig verfolgen.

 

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Am 15.5.2019 um 17:11 , James Wheeler schrieb:

Mich würde speziell für die Erwachsenen unter den Forenbegleitern interessieren, wofür Ihr eigentlich dankbar seid. Ich denke das ist ein Gedankengang, den man(n) viel öfter gehen sollte und der sich mir mit zunehmendem Alter häufiger aufdrängt. Sollte dieses Thema zu weit ab von PU sein, darf es gern verschoben werden. 

Mir wird beispielsweise zunehmend klar, dass ich für den Zeitpunkt meiner Geburt dankbar bin. Ich habe die alte Welt gesehen und erlebt, und ich erlebe und sehe die neue Welt. Ich bin in den 70ern, 80ern und 90ern aufgewachsen, für mich die bessere Zeit (komplett subjektiv und wertfrei gegenüber anders empfindenden Menschen). Eine Zeit, die ich im Vergleich zu heute als unendllich frei, entspannt und überaus menschlich erinnere. Ich wäre gern noch früher geboren worden, unter der Prämisse ausbleibender Kriegsschäden jeglicher Art gern auch Anfang des 20. Jahrhunderts.

Wenn ich für irgendetwas/irgendwen dankbar bin dann für meine Eltern. Was alle anderen Dinge betrifft seh ich das ganz einfach: Es ist noch lange nicht vorbei, deswegen ist es auch noch nicht Zeit sich für irgendwas zu bedanken. 

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