canis_invictus

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  1. Der Artikel ist schon deshalb unsinnig, weil er offensichtlich von der Prämisse ausgeht, es gäbe eine Art ungeschriebenes Recht auf eine "qualitativ hochwertige" und treue Frau und dem gegenüberstellt die ebenso unsinnige Vorstellung, man könnte sich dies durch Selfimprovement garantieren. Liest sich für mich wie jemand, der wegen schlechten Erfahrungen verbittert ist. Im Vergleich zu früheren Generationen hat sich natürlich schon etwas geändert, mehr allerdings die äußeren Lebensumstände, nach welchen wir uns ausrichten, als "die Frau" oder "der Mann" als solches. Zum einen haben wir für hiesige Verhältnisse eine lange Phase von Frieden und Wohlstand. Neben all den Vorteilen hieraus, gibt es auch Nachteile. Einschneidende Erfahrungen, Entbehrungen, größte Anstrengungen etc. sind häufig genau das, was Menschen prägt. Auf der anderen Seite hat selbstverständlich auch eine mehr "innere" gesellschaftliche Umwälzung durch voranschreitende Emanzipation und Feminismus in all seinen Ausprägungen stattgefunden. Wenngleich ich den Grundgedanken der Gleichberechtigung (nicht Gleichheit) der Geschlechter unterstütze, bin ich durchaus der Ansicht, dass hiermit Verwerfungen stattgefunden haben, die gesellschaftlich noch nicht aufgearbeitet sind. Zwar beschränkt das klassische Rollenbild die individuelle Entfaltungsmöglichkeit der Geschlechter, die meisten Menschen brauchen aber auch gewisse "Grenzen", um sich zu orientieren. Nun ist es so, dass heute zwar jeder sein kann, was er will und unabhängig von seinem Geschlecht zahlreiche Entwicklungsmöglichkeiten hat, damit aber bei vielen das Problem einhergeht, dass sie nicht wissen, wer oder was sie sein sollen oder wollen. Statt klaren Verantwortungsbereichen macht heute jeder ein bisschen von allem. Die Rollenverteilung zuvor hat für eine gewisse Stabilität gesorgt. Meine subjektive Wahrnehmung ist es, dass nur wenige tatsächlich eine völlige Aufgabe der Geschlechterrollen wollen und die Masse tendenziell unglücklicher und überforderter ist. Auf der anderen Seite hat man halt auch noch die, die sich die Rosinen aus beiden Welten rauspicken: Beim Date soll gefälligst schon der Mann zahlen, Klaps auf den Arsch ist aber furchtbar sexistisch. Man muss aber ein wenig aufpassen, die Dinge nicht verzerrt wahrzunehmen. Es gab schon immer glückliche und unglückliche Beziehungen, Luder und Weicheier.
  2. Wenn ein Leistungsaustauschverhältnis vorliegt, bei welchem Leistung A vergütet wird mit Sex, ist Sex freilich die Währung und damit Handelsware, auch wenn man es stattdessen "Belohnung" nennt. Eine Belohnung liegt eigentlich dann vor, wenn eine überobligatorische Leistung erbracht oder freiwillig geleistet wird. Ist aber beides Banane. Wo bleibt da die Leidenschaft? Drehen wir den Spieß mal um: Wäre es aus deiner Sicht erstrebenswert, wenn der Mann deine Leistung (Sex) mit einem von dir wünschenswerten Erfolg (Kompliment, Blumen, Essengehen, whatever) belohnt? Hat für mich mehr was von Naturalprostitution.
  3. Hier manifestiert sich m.E. eine wirklich problematische Anspruchshaltung verbunden mit einem Mangel an Selbstwert, stellvertretend für den ganzen Thread und die Entwicklung der Sache. Nach meiner Erfahrung sind Leute mit solchen Persönlichkeitsmerkmalen ein Garant für Drama und keine unbeschwerte Zeit. Unbeschwerte Zeit ist aber genau das, was man in der Kennenlernphase haben will. Bei dem Verhalten, das du an den Tag gelegt hat, wäre es für mich ein Wunder gewesen, wenn das Mädel sich keine Alternativen gesucht hätte. Du kommst mir teilweise vor wie meine Ex. Die hat auch alles auf sich bezogen, gepaart mit einem übersteigerten Aufmerksamkeitsbedürfnis und labiler Emotionslage. Irgendwann auch keine Freunde mehr, weil die angeblich alle komisch, blöd oder langweilig geworden sind oder sich "unverschämt" verhalten haben. Und natürlich auch ganz wichtig: Alle anderen sind schuld daran, dass es einem schlecht geht. Da kannste halt irgendwann nur die Flucht ergreifen, sonst zieht einen das mit in den Abgrund. Das sag ich dir nicht, um dich runterzumachen. Vielmehr musst du da für die Zukunft ansetzen, sonst wird sich nichts bessern.
  4. Von der Schule über Unis bis zum ersten Job kommt das noch hin. Ab da kehrt sich die Tendenz allerdings wieder um. Irgendwann kommt dann auch die Biologie und Kinderwunsch ins Spiel, danach ist die Sache i.d.R. gegessen.
  5. Mein Eindruck ist, du bist der Typ, der im Zweifel verfügbar ist und den man mal anpingt, wenn man gerade spontan Langeweile hat. Es sei denn, jemand, der weniger verfügbar und damit interessanter ist, sagt zu. --> Dauerverfügbarkeit einstellen. Das Szenario mit der Hundebesitzerin kommt mir aus meinen frühen 20ern bekannt vor, Aber umgekehrt. Da war ich auch viel feiern und saufen. Gab da immer auch ein paar Mädels, die man typischerweise angepingt hat, weil es ne lockere Nummer wurde. Nüchtern waren die dann aber wieder uninteressant. So ähnlich kommt mir das bei dir vor, nur dass kein Lay draus wird, weil es den Damen vielleicht nur um Bestätigung geht.
  6. Wahrscheinlich kennt jeder ein Paar, bei dem es soundso ist. In meinem näheren Umfeld gibt es Ende 20 bis Mitte 30 im Grunde zwei typische Paarmodelle: Beide Akademiker, beide arbeiten, keine Kinder. Oder Kinder, er ist Alleinverdiener und die Mutter zu Hause (ggf. noch mit Fernstudium, welches nie beendet wird). Nur sind das eben Einzelfälle, von denen man nicht ohne Weiteres auf allgemeine Zustände schließen kann. Ich denke, dass im Hinblick auf das Thema Job und Kinder (welches weiter reicht als "Betaisierung") es grundlegende gesellschaftliche Probleme gibt. Zum Einen ist das ehemals klassische Modell des Alleinverdieners, der finanziell für die Familie sorgt, für viele nicht mehr drin bzw. andernfalls mit sehr hoher Stundenbelastung verbunden. Zum Anderen hat die Emanzipation auch dazu geführt, dass sowohl die Gesellschaft von Frauen erwartet, zu arbeiten (Mutter und Hausfrau alleine ist nicht mehr respektabel), als auch viele Frauen das Gefühl haben, etwas zu verpassen, wenn sie sich nicht im Job selbst verwirklichen. Gleichzeitig haben viele Männer eine Sinnkrise, weil die Rollenverteilung aufgeweicht wird. Am Ende sind also beide unzufriedener. Das muss natürlich nicht auf jeden Einzelnen zutreffen. Angenommen, wir können die strukturellen, gesellschaftlichen Probleme kurzfristig nicht unmittelbar verändern, können wir hierauf aber jedenfalls auf individueller Ebene reagieren. Das Problem als solches erkennen und mal versuchen, die Welt mit den Augen des anderen zu sehen, den jeweiligen Beitrag wertzuschätzen. Was aber gerade nichts bringt, ist eine Frontenbildung, wo die eine Seite meint "Haushalt und Kinder" sei Pillepalle und die andere Seite meint, Papa räumt seine Socken nicht weg, also ist er ein Trottel.
  7. Die Schenkung wäre sinnvollerweise an die Freundin. Ggf. gegen Einräumung eines Nießbrauchs oder einer Leibrente o.ä., was bei sinnvoller Gestaltung die Steuer ausschaltet. Sollten die beiden irgendwann einmal heiraten, kann die Ehefrau einen Miteigentumsanteil bis zu 500.000 € steuerfrei an TE übertragen. Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, die man im Rahmen eines Forums nicht abschließend erörtern kann. Eine Frage wäre z.B., wieso der Wert des Grundstücks den Wert des Hauses deutlich überwiegen sollte. Das ist insofern ungewöhnlich, als man es üblicherweise nicht getrennt betrachtet. Sofern das Grundstück wegen seiner Größe derart werthaltig sein sollte, wäre über eine Grundstücksteilung nachzudenken. Sofern TE kein Volleigentum erwirbt, aber die ganzen Investitionen in die Renovierung erbringt, müsste vertraglich geregelt werden, was im Konfliktfall (Heimfall, Trennung, etc.) passieren soll.
  8. Dann bist du im Immobilienwesen offenbar nicht besonders viel unterwegs. Die Frage ist aber auch nicht, was es ihm bringt, sondern es war seine Vorgabe, dass Eigentum an dem Haus und dem Grundstück auseinander fallen. Im Übrigen ist auch ein Erbbaurecht im Grundbuch eingetragen. Ich würde folgendes machen: Übertragung von Haus und Grundstück im Wege der vorweggenommenen Erbfolge (wenn ohne Erbschafts/ Schenkungssteuer möglich, bekommt man aber auch weg) flankiert durch Ausgeichspflicht im Erbfall durch Erbvertrag. Ist aber der falsche Ort, um das näher auszuführen.
  9. Rechtssicher geht das nur als Erbbaurecht. Alles andere ist das Papier nicht wert, auf dem es geschrieben steht. Was die Erbsituation angeht gibt es viel sinnvollere und täglich praktizierte Lösungen, dazu solltest du aber einen Rechtsanwalt aufsuchen.
  10. Ich will es deutlicher machen: Wer sind denn "die"? Zunächst schreibest du von deinem Exmann. Dann liest es sich so, als würdest du von "den Männern" reden. Was denn nu? Und falls es letzteres sein sollte: Woher nimmst du dieses Universalwissen? Klingt ziemlich verbittert.
  11. Je mehr positive Erfahrungen du sammeln wirst, desto weniger solltest du in deinen negativen Selbsturteilen festhängen. Du machst dir viel zu viele Gedanken. Ein Mädel hat dich nicht küssen wollen, aber einen anderen. So what? Das kann viele Gründe haben, z.B. dass dein Approach "ich will dich küssen" einfach nicht sehr elegant war. Aber unabhängig davon: Würdest du jedes Mädel küssen wollen? Vielleicht steht sie halt wirklich nicht auf dich. Auch kein Problem, jeder hat eben seine Präferenzen, es gibt genug andere. Ein anderes Thema: Timing und Kalibrierung. Immens wichtig. Dass du sie in dem Moment auf der Tanzfläche nicht küssen konntest, bedeutet nicht, dass es bei ihr überhaupt nicht möglich gewesen wäre. Mein Rat: Nicht mit der Tür ins Haus fallen. Step by Step. Und kleine Erfolge auskosten. Misserfolge gehören dazu. Daraus kannst du lernen (ohne es stundenlang zu analysieren) und wachsen (also nicht davon kleinmachen lassen). Du scheinst mir quasi bei Null anzufangen. Wenn man dann kein Natural ist und Selbstwertprobleme hat, ist es ein steiniger Weg. Deine Frustrationstoleranz scheint mir sehr gering zu sein. Daran musst du arbeiten. Also sowohl mehr Resilienz aufbauen, als auch kleine Erfolge wahrnehmen und auskosten.
  12. Erst hast du sie mit deinen Gefühlen eingeengt und unter Druck gesetzt, dann in der Trennungssituation nicht souverän agiert und den Eindruck erweckt, du kommst alleine nicht klar. Damit kennst du genau die Baustellen, an denen du arbeiten musst. Daher wäre mein Rat: Invest in Richtung Beziehung, Gefühle, etc. mal die nächsten Wochen komplett zurückfahren, wieder zu dir finden und ihr zeigen (nicht sagen), dass du dir nicht das Leben nimmst, wenn es aus ist. Wenn ihr euch seht, einfach ne unbeschwerte Zeit haben und zwischendurch nicht massig Anrufe oder Texte. Wenn diese Botschaft angekommen ist, kannst du versuchen, normal zu eskalieren. Nicht aber über Möglichkeiten einer gemeinsamen Zukunft zu diskutieren. Stell dich drauf ein, dass dein Frame getestet wird.
  13. Mir scheint, wir vergleichen hier zwei nicht vergleichbare Konstellationen, welche beide wahr sein können, ohne die jeweils andere zu widerlegen. Die Aspekte Mitarbeiterzufriedenheit und Ersetzungsmöglichkeit /-kosten sind durchaus nachvollziehbar. Ich meine dennoch, dass sich eher generalisieren lässt, dass wer mehr fordert und verhandelt, im Schnitt auch mehr bekommt. Das bedeutet aber auch nicht zwingend, dass eine Ungerechtigkeit vorliegt. Im von mir beschriebenen Fall hatte sich später bspw. gezeigt, dass mein Umsatz nach einem JAhr nahezu doppelt so hoch war. Insofern könnte man trotz der Differenz auch die Frage stellen, ob ich unterbezahlt oder sie überbezahlt war. Gerade der Aspekt Rentabilität für den Arbeitgeber scheint mir in den Statistiken zur Pay Gap auch nicht betrachtet zu werden. Interessant ist bspw. folgendes: Die BRAK veröffentlich regelmäßig Gehalt/Umsatz von angestellten Rechtsanwälten und selbstständigen Rechtsanwälten, auch getrennt nach Geschlecht. Die Differenz zwischen Mann und Frau ist bei selbstständigen höher. Das spricht gegen eine Benachteiligung durch den Arbeitgeber und für andere Faktoren.
  14. Leider fehlt in dem Artikel des BMFSFJ zumindest bei kursorischer Durchsicht die Angabe einer prüffähigen Quelle zu den 6%, welche offenbar bereinigte Werte sein sollen. Es wäre interessant, nachvollziehen zu können, ob diese auch im Hinblick auf (vorübergehende) Teilzeit, Mutterschutz/Elternzeit, Überstunden, etc. bereinigt sind. Hinzu kommt: Frauen neigen im Schnitt dazu, weniger zu verlangen und weniger nachzuverhandeln. Beispiel (ja, ich weiß: Nahbereichsempirie). In meinem ersten Job hat kurz nach mir eine Kollegin angefangen, auch Berufsanfängerin, gleicher akademischer Abschluss. Die hat 20 % weniger verdient. Warum? Weil sie im Vorstellungsgespräch weniger gefordert hat. Natürlich geht da der wirtschaftlich denkende Arbeitgeber nicht hin und sagt: "Freut mich, dass Ihre Gehaltsvorstellung so moderat ist, weil Herr X aber 20 % mehr verdient, geb ich Ihnen das gleiche." Die Antwort auf die Frage "Verdienen Frauen weniger als wir Männer?" bringt keinen verwertbaren Erkenntnisgewinn, weil sie sämtliche wesentlichen Einflussfaktoren ausblendet. Zudem soll damit eine systemische Benachteiligung suggeriert werden, welche die Fragestellung aber gar nicht beantworten kann. Insofern ist der Kampfbegriff "Gender Pay Gap" Unfug.