Raketenbernd

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Alle erstellten Inhalte von Raketenbernd

  1. Die Gute will von dir geballert werden, teilt dir dann mit, dass sie nicht kann (Rote Woche) und du schreibst "das(s) wir auch ohne nen schönen Abend haben können." - Sorry, aber ich ahne nichts Gutes!
  2. @Uio0890 bin auf das Treffen gespannt und wie es weitergeht, bitte berichte uns! 🙂
  3. Habe seit fast 6 Jahren mit Angstzuständen und Panikattacken zu tun. Mal mehr, mal weniger... Alles Beschriebene ist mir sehr vertraut und es ist scheiß ängstigend, zu fürchten, der eigene Körper könne jederzeit versagen. Das hat mich beinah wahnsinnig gemacht. ABER, und das ist das Gute, durch Arbeit an sich selbst, Selbstliebe und viele therapeutische Gesprächsstunden kam bei mir wieder vieles ins Lot. Kriegt den Arsch hoch, besorgt euch einen Therapieplatz! Das erfordert sau viel Kraft und Mut, aber verdammt, es lohnt sich! Und besonders wichtig als Mann: Haltet bis dahin immer mal inne: "Wie geht es mir eigentlich gerade? Was FÜHLE ich? Bin ich glücklich und zufrieden? Oder traurig? Ängstlich? Wütend?" Die Gefühle müssen raus und gelebt werden. Wir Wesen des starken Geschlechts neigen zum Verdrängen: Bier auf, Joint an, Exzess, über Tage und Wochen... Irgendwann wird uns dann die Rechnung präsentiert. da führt kein Weg dran vorbei. Bitterböses Erwachen.
  4. Jahrgang: 1989 Wohnort: Halle Stand: Fortgeschrittener Präferenz: Spontan / Sport / Nightgame Kurze Vorstellung: Ich suche ein paar interessierte Weggefährten zum Frauenkennenlernen oder allgemein heitere Unternehmungen - Radfahren, Wandern, Sporteln... Meine alten Weggefährten sind in Beziehungen, Elternschaften oder Wegzügen so ziemlich untergegangen. Bin bei meinen verbleibenden Freunden fast der einzige Single, was nervt. Konnte bisher ganz gut layen, habe aber vor allem dieses Jahr festgestellt, dass ich ein riesengroßes Problem mit Ablehnung und Zurückweisung habe. Wäre dahingehend also auch an verbalem Austausch interessiert, Meta-Game-Talk. Bin flexibel und komme easy nach Leipzig...
  5. @Lepmur, mich interessiert aufrichtig, wie sich das alles seit dem Sommer für dich entwickelt hat! Möchtest du hier vielleicht nochmal einen kurzen Einblick geben? (Hast du neue Hobbies? Bist du in die Stadt gezogen? Fühlt sich das Allein-Sein etwas besser an? Oder bist du bereits wieder vergeben? Fragen über Fragen!) @alleanderen: Hier waren richtig gute Sachen dabei! Vielen Dank dafür!
  6. Kollege, kein Plan, was du geraucht hast ABER geil! 😄
  7. Mein Textgame, wenn ich needy bin, ist einfach nicht gut. Deshalb: Ja, da lasse ich erstmal die Finger von. Ich finde, dass sich das einfach so gehört. Man freundlich danke sagt etc. Und oft ist es mir ja auch eine große Freude von euch zu lesen! 🙂 Das Ding liegt erstmal auf Eis. Sie ist lost in der Prüfungsphase und ich auch irgendwie. Sollte sich nochmal was ergeben, berichte ich hier... Oder bei meinen Heiteren Berichten, mal sehen... 😁
  8. Ich habe folgendes Problem: Im Sommer lernte ich eine HB9 beim Volleyball-Spielen kennen, welche mich direkt sympathisch fand. Sie teilte mir das auch sehr offen so mit. (Ich maaag dich so, du bist sooo lieb!) Der Haken daran war damals ihr Freund. Auch mit ihm befand ich mich im Gespräch und der Dude war definitiv i.O. Die Frau sah ich vereinzelt immer wieder. Beim Sport, in der Mensa... Jedes Mal sehr viel Nähe von ihr, langes Umarmen, ständiger Blickkontakt, ohne auszuweichen, eine wundervoll offene Kommunikation, sodass einem Mann nur das Herz aufgehen kann. Zuletzt, am Dienstag, das gleiche Spiel: Wir begegneten uns spontan. Halbstündiger Smalltalk, ich fühlte mich wundervoll mit ihr. Wir umarmten uns zwei mal ziemlich lang, von ihr ausgehend zur Verabschiedung. Sie ließ mich kaum noch gehen. Abends nahm ich sie mit zum Tischtennis (beim Schreiben merke ich gerade, dass ich ja schon mal ein HB mit zum TT nahm und das war einfach nicht gut; berichtete in einem meiner ersten Threads hier davon... :D). Zu dem Zeitpunkt ahnte ich noch nicht, dass sie wieder single sei. Beim Tischtennis aber ließ sie diese Info dann ganz beiläufig fallen. (Mein "geliebter" Ex-Freund, irgendwas, bla...) Keine Ahnung, was dann genau mit mir geschah, aber ich ließ mich am Abend zu folgender Nachricht an sie hinreißen: "Huh, halb tot gefroren. *FROST EMOJI* Hier nun kurze direkte Zeilen, ich hab gedanklich hin und her formuliert, nichts davon klingt allzu gescheit, also: Ich mag total deine liebe Art (ANM. VON MIR AN EUCH: Ich kenne wirklich kaum eine Frau, die mehr Wärme ausstrahlt und derart Sonnenschein ist.) und wie wir uns anschauen, oder besser noch: Wie du mich anschaust! Jetzt zu wissen, dass dein Freund und du, naja... Da möchte ich dich doch zumindest einfach mal auf ein Kaffeedate (o.Ä.) eingeladen haben. Falls du das ganz ähnlich siehst? *SMILE EMOJI*" [21:02] Ihre Antwort: "Hey:) also wir können gern mal einen Kaffee trinken gehen." [22:48] Ich: "Cool, freu mich!" *EMOJI* [07:40] Seitdem: Stille. Und ich bin wie gelähmt, weil ich keinen Plan habe, wie ich das nun anstellen soll. Für mich klingt das auch ganz einfach wie: Joa, eigentlich hab ich kein Interesse, aber finde dich zu nett für ein direktes NEIN. (Hirnfick, I know.) Habe sie in unsere Tischtennis-Gruppe (WhatsApp) aufgenommen, bevor ich überhaupt wusste, dass sie wieder single ist. Nun läuft zwar indirekte Kommunikation über die Gruppe aber zwischen uns nichts. Ich empfinde ihre Antwort auf meinen Seelen-Striptease als unterkühlt. Wie seht ihr das? Aktuell bin ich (mal wieder) ziemlich needy. Prüfungsphase, Hausarbeiten schreiben, vergangene Woche hab ich mir einen Korb eingeholt. Das waren ganz schöne Dämpfer. Gleichermaßen bin ich wieder auf Tinder unterwegs und erfahre da ganz guten Zuspruch. Zwei Dates langweilten mich, obwohl die Frauen wirklich gut waren. Zwei Dates stehen noch aus. Davon fühle ich mich irgendwie gestresst. Eigentlich will ich ja nur (wieder) Nähe und eine Frau, die mir sagt "Alles wird gut." Mal ganz banal ausgedrückt. Vielen Dank an alle, welche es bis hierhin geschafft haben und vielleicht einen guten Rat für mich parat halten.
  9. Wahrscheinlich der einzig richtige Weg! Ich wünsche dir ein gutes Wochenende... 🙂
  10. Wie ging das hier aus? Hat sich die Uschi nochmal bei dir gemeldet @GeilerTyp?
  11. Raketenbernd

    Heitere Berichte

    Nun möchte ich mich auch mal an einem Field Report (vielleicht auch Mehrzahl) versuchen und bitte gleich im Voraus um eure Milde, sollte er strukturell und inhaltlich nicht ganz State-of-the-Art sein... 😁 Also, dann mal los: Anni | 22 | Nordsee-Strand Im August dieses Jahres war ich mit Freunden ein paar Tage zelten, am Meer. Die Jungs tranken alle wie verrückt, ich fuhr, wie seit einiger Zeit, strikt meine Tee-und-Wasser-Linie, was bedeutet: Kein Tropfen Alkohol für mich. Die kleine Familie eines Freundes (Frau, Sohn) war auch mit campen, jedoch extra. Ich hatte mir zu Beginn unseres Urlaubs den Rücken recht fies beim Kicken ("K" ist an dieser Stelle richtig.) geprellt. Das erstmal ganz grob zur Ausgangssituation. Am letzten Tag unseres Aufenthaltes brauchte ich etwas Ruhe und Zeit für mich. Setzte mich mit Liegestuhl und Notizbuch ans Meer, schrieb vor mich hin, zeichnete, beobachtete vorbeigehende Menschen, grüßte hin und wieder Zeltnachbarn... Irgendwann platzierte sich gute 10 Meter von mir entfernt eine recht unscheinbare, doch durchaus gut aussehende, junge Frau. An ihrer Seite ein kleiner freundlicher Hund, der nicht von ihr wich. Ich blickte immer mal zu ihr rüber und sie saß dort gut eine halbe Stunde, vielleicht auch etwas mehr. Einen Blickkontakt zwischen uns gab es dabei nicht. Mit ihrem Hund konnte ich dabei irgendwie - schwer das mit Worten zu erklären - eine Verbindung aufbauen. So habe ich immer mal Sand geworfen, kleine Stöcke, weiß der Geier... Sie bekam von dem Ganzen nichts mit. Hörte Musik, spielte am Smartphone. Als sie dann schlussendlich aufstand und direkt an mir vorüberging, sprach ich sie auf ihren kleinen, treuen Freund ein. (Sehr, sehr dankbarer Einstieg!) Das war ein Volltreffer. Schnell begab sie sich auf meine Augenhöhe (ich saß ja wie ein kränkelnder alter Mann auf meinem Stuhl und konnte auch nicht allzu viel mehr) und unser Gespräch begann. Im Gespräch konnte ich viel Komfort über den Vierbeiner aufbauen. Von meinen eigenen Hundeerfahrungen erzählen, die Hunde meiner Mutter vorzeigen (Foto), den Hund immer wieder kraulen, sodass er (oder besser: eine Sie, wie ich erfuhr) mir dann auch rasch die Hände und das Gesicht leckte (Ahhh, sie mag dich!) Vielleicht ging das auch so schnell, weil ich ja bereits im Voraus schon Kontakt zu der Hündin suchte... Wer weiß. So hangelten wir uns durch allerlei Feel-Good Themen (Haustiere, Studium, Urlaub...) und irgendwann kam dann mein Zelt-Freund mit seiner kleinen Familie dazu. Sie suchten mich wegen des nahenden Abendbrots. Hier gelang mir ein Kniff: Ich konnte den Sohn (6 Jahre) ins Gespräch einbinden und auf einmal war ich nicht nur Hundeflüsterer sondern auch cooler Onkel und "Möglich-Macher", was ich im Gespräch herrlich zelebrieren konnte. ("Na klar, Max. Ich gebe dir nachher die Kopflampe von Mike, der hat sie ja bei mir im Zelt vergessen. Da werden sich deine Eltern freuen, wenn du dann nachts damit leuchten kannst, hahaha.") Nach einer guten Stunde schloss ich unser Vierer-Treffen mit einem "So, dann nimm doch Max mal mit zum Füttern und ich hole dich heute Abend zum Lagerfeuer ab." Gesagt, getan. Nur hatte unsere Gruppe dann doch kein Lagerfeuer parat. Die Jungs waren einfach zu betrunken. Ich wollte mir aber den Abend nicht durch die Lappen gehen lassen, schnappte mir meine Decke und suchte Anni an ihrem Zelt auf. "... ja, die Jungs sind steif. Kein Feuer mehr. Aber hey! Lass uns am Strand entlang gehen und schauen, ob wir uns nicht irgendwo dazusetzen können?" Also schritten wir im vergehenden Tageslicht über den Strand, vorbei an anderen Campergruppen und verschiedenen Feuerstellen. Immer, immer weiter, bis wir fast am letzten, uns sichtbaren Feuer waren und dort machten wir auch halt. 15 Meter entfernt zur nächsten und letzten Gruppe. Ich alter Herr (dieses höllische Rückenweh, Himmel!), die junge, unscheinbare Schönheit und die Vierbeinerin nahmen nächtlich, das Rauschen des Meeres und ferne Gespräche in den Ohren, Platz auf meiner Decke. Ich spielte weiter auf Komfort und stellte weiter und völlig selbstverständlich Nähe her. Minute für Minute rückte sie näher, es war fast schon ein Selbstläufer. Sie brauche etwas Abstand von der Stadt, die Semesterferien nutzen, einfach mal raus, nur sie, die Hündin, Natur... Gemeinsames Fluchtdenken, Hirnspinnereien zwischen uns... Als sie mir ganz nah war, küsste ich sie. Eine Viertelstunde später drang ich in sie ein, die Hündin an unserer Seite; Leute, die uns passierten und Leute, die etwas entfernt saßen und im Grunde sehr viel sehen konnten. Ihr war das herzlich egal. Mir ebenso. Ich habe mich am nächsten Morgen für diese Aktion verflucht. (Runde Zwei fand dann noch im Zelt statt.) Aber hey, wer wäre ich, hätte ich diesen Ball nicht ins Tor gebracht? 🤪 Wir wollen uns diesen Herbst wiedersehen.
  12. Oh Jungs, ich schäme mich HEUTE regelrecht für meine Nachricht. Keine Ahnung, was da mal wieder bei mir Phase war. Im Moment des Schreibens war ich mir - wohlgemerkt nüchtern! - zu tausend Prozent sicher, dass das DIE Nachricht überhaupt gewesen sei, die ich da hingebratzt habe. Autsch! Aber okay. Werde euch berichten, waren hier echt sehr schöne Tipps und Wege vorhanden. FETT DANKE! an euch alle!
  13. JA, Chef! 🙂 Meine Mama und ich sind seit dem Frühjahr verstritten, die Frau ist absolut uneinsichtig, kein Kontakt mehr. Tief im Inneren tut mir das schon weh. Das Buch habe ich stehen und zur Hälfte durch. Fand auch Stahls jüngste Publikation zum Selbstwert ziemlich gut. Egal. Auch hier: Danke für deine Meinung, werde ich so tun!
  14. Elif | 24 | Ihr Wohnheim-Zimmer Heute nun also ein weiterer heiterer Bericht aus meiner Feder. Er spielt im Jahr 2014. (Ein Jahr, in dem ich relativ frisch an der Uni war, eine offene Beziehung pflegte und vielerlei andere Frauen genoss.) Ich möchte ihn euch ganz gern mitteilen, da in ihm ein ganz dankbarer Frauen-Typ eine Rolle spielt: Typ Erasmus Studentin. Keine Ahnung, wie sich da aktuell die Lage mit Corona gestaltet, aber glaubt mir: Das kann sich durchaus lohnen und bedeutet relativ wenig Arbeit. Elif hatte ich damals über Tinder kennengelernt. Sie war aus Istanbul und sehr einsam, das war zumindest mein Eindruck von unseren ersten Textereien. Da ich ein Faible für muslimische Frauen habe, war das Ding für mich auch relativ schnell klar: Die brauchst du! (HB9, für mich) Ich bat ihr also über Text-Kommunikation ganz viel Komfort (Deutsche Kultur, Humor, Sprachwitz, Sprach-Dualität: Deutsch/Englisch), sodass wir allein über das Getexte sehr flink warm miteinander wurden. All das garniert mit meinen stimmungsvollen Social-Media Profilen. Mein jüngeres Ich war da um einiges aktiver und so sah sie direkt, was alles bei mir Phase war. Und das war verdammt viel. Heute hier, morgen da, eigene Parties veranstaltet, Frauen, die meine Bilder wohlwollend kommentierten und und und... Social-Proof ist natürlich Wasser auf die Mühlen einer einsamen - wenn nicht sogar schlecht integrierten - Frau. Ich konnte ihr also aus der Distanz förmlich beim Schmelzen zusehen. Den genauen zeitlichen Ablauf bekomme ich nicht mehr rekonstruiert, schätze aber, dass wir plusminus 4 Wochen unregelmäßig texteten, ehe es zu unserem ersten und letzten Date kam. Verabredet war, dass ich sie in ihrem Wohnheim besuche, wir gemeinsam Supernatural schauen und einfach etwas Zeit miteinander verbringen. In unseren vorherigen Schreibereien gab es keinerlei (oder nur sehr wenige) Eindeutigkeiten. Also packte ich uns zwei Bier ein und fuhr mit dem Auto - geliehen von meiner Schwester - zu ihr. Beim Betreten des Zimmers überkam mich ein mittelschwerer Schock: Ein Familienfoto. Ein sehr traditionelles Familienfoto einer türkischen Familie. Streng fühlte ich mich vom Schnauzbart tragenden Familienoberhaupt gemustert, gar durchdrungen von seinen Blicken. Ganz genau so, als wisse der Bilder-Vater, was mein Auftrag hier sein würde. Mutter und Schwestern standen ebenso still daneben, in Schleier gehüllt. Elif dagegen, hier, fernab ihrer Familie, in Deutschland würde wenige Minuten später mein dickes Rohr verwöhnen, witzelte ich innerlich. Mein ganzes Komfort-Programm brachte ich auch an diesem Abend zur vollen Geltung. Wir hatten uns eigene kleine Witze und Erzählungen über die Zeit des Textens kreiert. (Mir fällt sowas immer ziemlich leicht. Mit ihr war das zum Beispiel so: Auf einem ihrer Tinder-Fotos trug sie ein Pflaster auf der Stirn. In Verbindung mit ihrem Faible für die Serie Supernatural machte ich dann daraus die Erzählung, dass sie wohl eine kleine mutige abenteuerlustige Geisterjägerin sei und sich ja dann auch mindestens vor fiesen Männern selbst beschützen kann oder vor mir, falls ich allzu frech werden würde, hahaha, bla, bla, bla...) Ich hoffe, es ist ersichtlich, was ich hiermit darstellen möchte: Eine eigene Welt zu erschaffen, die nur zwischen zwei Menschen existiert, kann magisch sein. Vor allem in der Verführung. Wir haben, ungelogen, keine 10 Minuten Serie geschafft. Ich baute, auf ihrer (Schlaf-) Couch angelangt, direkt Nähe auf, begann sie zu Streicheln (erst den Hinterkopf in Abwechslung mit den Oberarmen), dann Küsse in den Nacken und das Ding wurde zum Selbstläufer. Der Sex verlief, wie unsere gesamte Verbal-Kommunikation, auf Englisch. Teilweise fühlte ich mich wie ein Astronaut, als sie halb in Ekstase auf Englisch lauthals Wünsche äußerte oder mir sehr bestimmt Befehle entgegen rief. (FUCK ME HARDER, YOU DAMN CRAZY GERMAN BOY!) Das Mädel wollte viel von mir. Und ich gab ihr alles. Nach dem - fantastischen - Sex: Ein Bindungsversuch. "Stay. Please." Ich müsse los. Das Auto meiner Schwester, sie braucht es doch am frühen Morgen. Das ginge nun wirklich nicht. Ich fuhr. Und sah sie nie wieder. Vereinzelt gab es noch halbgares Getexte zwischen uns. Sexting, Nudes. Auch das war irgendwann vorbei. Sie lebt seit einigen Jahren wieder in Instanbul. Und verdammt, ich beneide diesen Teufelskerl, der Elif im Hier und Heute die Gespenster austreiben darf.
  15. Knallhart nüchtern auf Dates gehen und üben, üben, üben... Dann merkt man auch ziemlich schnell, ob die Frau einen kickt oder eben nicht. Kleiner Spoiler: Du wirst mit dieser Schiene definitiv weniger Lays fahren, weil du einfach ehrlicher zu dir selbst sein wirst und weniger "Makel" in Kauf nimmst. So zumindest meine Date-Erfahrung, ohne Alkohol.
  16. Ja, sehr gute sogar! Ich hefte dir mal zwei Links an. Beide Kliniken würde ich jederzeit nochmal besuchen, bei Notwendigkeit. Bei weiteren Fragen, immer frag... 🙂 https://www.asklepios.com/stadtroda/ https://www.asklepios.com/tiefenbrunn/
  17. Hab mich hier in einigen Passagen wiedererkennen können. Manches war mir vorher so gar nicht bewusst... Vor allem der Switch von Fuckboy zu LTR-Needyness ist bei mir ganz ähnlich. TE, berichte mal, wenn du wieder was in der Richtung startest. Würde mich interessieren!
  18. Ich möchte noch einwerfen, dass auch ein stationärer Klinikaufenthalt (Tiefenpsychologisch orientierter Schwerpunkt) für dich in Frage kommen könnte. Denn seelisches Leiden sucht sich sehr häufig den Weg über den Körper. (Bei mir waren das z.B. Herz-, Kopf-, Magenschmerzen und ganz allgemein gravierende Verdauungsbeschwerden. Bei Freunden gab es wiederum andere Ausprägungen.) Klar, du bist dann locker mal 8 bis 12 Wochen weg. Dort kann dann aber sehr, sehr umfassend auf deine Problematik geschaut werden - Und das ganzheitlich, im besten aller Sinne. Ich kenne die endlosen Arzttermine zuhauf. Hier hin, dort hin. Der Eine sagt das, der Andere dies usw. Genau genommen steht aber alles in Zusammenhang: Körper und Psyche. Und sollte deshalb auch genau so behandelt werden. Als Einheit.
  19. 1. 31 2. 23 3. 8 4. Sex (geschützt) 5. Unsere 3-4 ersten Dates liefen wie nach Lehrbuch. Ich konnte Alpha sein, sie flog regelrecht auf mich. Erstklassiger, ausgiebiger Sex und Sprüche wie "Ich könnte dich glatt wegheiraten." etc. Habe viel Zeit mit ihr - bei ihr - verbracht, bin dann immer mehr in ein Boyfriend-Verhalten abgedriftet. Viel kuscheln, Küsse, Erzählungen über unsere jeweiligen Leben usw. Das tat mir ziemlich gut, da mein Alltag aktuell auch eher ohne großen sozialen Kontakte und berufliche Bestätigung o.Ä. abläuft (Uni von Zuhause) Ich wurde so von Mal zu Mal also immer weniger der verruchte, interessante ältere Mann, den sie auf einer Veranstaltung, sehr mutig, wie ich fand, angesprochen hat. Ich merkte aber zugleich auch, dass es nicht DIE Frau für eine LTR ist (Altersunterschied, Interessen, Optik) und gab mich dem Ganzen daher auch voll hin und achtete damit auch immer weniger auf meinen Frame bei ihr. Nun denke ich, dass das Ding allmählich durch ist und ich nah am Rand zu Beta stehe. Sie weiß von meinen psychischen Issues, die ich immer mal habe, je nach Lebenssituation, von meiner Familie, die nicht allzu bilderbuchmäßig ist und ganz allgemein eben, dass ich nicht Mister Perfect bin - Überraschung. All das ist erstmal soweit okay für mich. Trotzdem passiert mir sowas immer wieder und ich erkenne hierin ein Muster. Würde mir das wieder bei DER EINEN passieren, würde ich mir wohl in den Arsch beißen. 6. Darum meine Frage an die Herren der Runde: Wie schafft ihr es mit einer Frau über längere Zeit, ohne dass ihr es euch allzu bequem macht und alle Masken fallen lasst, gut auszukommen, um nur das Positive mitzunehmen und die negativen Vibes draußen zu lassen?
  20. Die Grenze zwischen Selbstoffenbarung/Deep-Talk und Jammern empfinde ich aber auch als sehr dünn. Grundsätzlich weiß ich, dass ich keine Frau (und auch keine Freunde/Freundinnen) zu meiner emotionalen Müllhalde degradieren kann und möchte. Ich erkenne heute aber nun umso deutlicher, woher bei unserer letzten Begegnung wohl dieser Turn ins Negative kam. Als ich Donnerstag zu ihr kam, mich zu ihr ins Bett gesellte, weil sie wenige Stunden vorher erst von der Nachtschicht kam, merkte ich bereits, dass etwas anders war. Als wir dann 2-3 Stunden später so langsam erwachten und intim wurden, überkam mich ein heftiger WTF-Moment. Meine Oma starb im Frühjahr nach relativ langer Zeit des heimischen, altersbedingten Dahinsiechens, inklusive Inkontinenz und Co. Das Zimmer meiner Oma hat noch heute diesen unfassbar einnehmenden Geruch. Mit Ekel kämpfte ich mich in ihrem letzten Jahr in ihren Raum. An diesem Morgen roch SIE aus dem Mund wie das Zimmer meiner Oma. Ihr glaubt mir nicht, wie mich das abgefuckt hat. Ich drang in sie ein, spielte halbherzig mit, meine Gedanken rasten und ich wusste, dass ich irgendwas machen muss. So war ich vielleicht eine halbe Stunde in diesem scheußlichen Niemandsland und setzte dann zu meiner Rede an: "Du, ich weiß gar nicht, wie ich es dir irgendwie in Worte fassen soll, aber..." Sie war sichtlich schockiert, sagte, sie könne das mit Humor nehmen und würde nun nochmal duschen und Zähne putzen gehen. Von da an war das Ding für mich verbrannt. Ich begab mich innerlich SO WEIT zu ihr auf Abstand, sah auf einmal tausend Dinge, die mich ja total an ihr stören und nerven, wobei ich doch noch einen Tag zuvor die Reise wieder sehr gern zu ihr antrat... Ich habe zum Thema mittlerweile auch schon wieder viel in mein Notizbuch geschrieben, weil ich die Zusammenhänge besser verstehen möchte. Dass ich bindungsängstlich bzw. -gestört bin bzw. diese Tendenz aufzeige ist mir bewusst. Ich hätte mich deshalb auch gern bewusst weiterhin auf sie eingelassen, da meine vorherigen Dates mit ihr einfach gut waren, wir eine angenehme Zeit zusammen hatten und es rein objektiv keinerlei Grund zu Flucht und Selbstsabotage gab. Nach diesem Geruchs-Moment hat mein Unterbewusstsein dann aber scheinbar so richtig aufgedreht und fleißig alte Fluchtmotive und Muster reaktualisiert. Ich berichtete euch dann davon, dass ich Angst davor hatte, "Beta" zu werden bzw. mich selbst ins Abseits geschossen habe. Ich glaube tatsächlich, dass ich, ausgelöst durch dieses Ereignis, nur noch sehr wenig auf ihr Gefallen gegeben habe und mir vieles Recht war, unser Verhältnis zu schädigen. Ich möchte an dieser Stelle erstmal nicht weiter ausschweifen und werde das Thema mit in meine nächste therapeutische Gruppensitzung nehmen. Habt ihr Gedanken dazu, immer her damit. Ich wäre sehr, sehr dankbar darüber. Und ja, zum Thema "Bindungsangst/-störung" habe ich mich bereits ausführlich, auch hier im Forum, belesen. Einen "richtigen" Lösungsansatz konnte ich bisher dafür jedoch noch nicht für mich entdecken. (Und ja, meine Mutter war äußerst ambivalent, mein Vater emotional nicht verfügbar. Die Beziehung meiner Eltern, beide Anfang 20, war wechselhaft, von Trennungen und Wiedervereinigungen geprägt und damit vollkommen desaströs. Emotionale Anker waren vor allem Onkel und Großeltern.) Ich kürze auch hier mal stark das Zitat ein. Dein Beitrag bringt für mich alles auf den Punkt, was gesagt (und auch von mir verinnerlicht) werden muss. Mein größtes Problem ist es aktuell, dass mir Lebenssinn und gewissermaßen auch sozialer Rückhalt fehlt - wie bereits kurz skizziert. An dieser Baustelle bin ich dran und glücklicherweise kann ich auf Lebensphasen zurückblicken, in denen ich mich richtig geil fand und erfüllende Dinge, mit Menschen, getan habe. (So ein bisschen Silberstreif am Horizont Effekt.) Mein Frame war damals auch nicht "zusammengezimmert", sondern wuchs als ein ganz logisches Ergebnis meiner Handlungen und Werte. Meine Ist-Baustelle ist damit, dass ich schauen muss, wie ich noch gut durchs Studium kommen kann und mich trotzdem ein bisschen geil damit fühle. Mein aktueller Versuch ist ein bald beginnender neuer Nebenjob, mit Menschen, und Ehrenamt, mit Tieren. Ich bin ganz frohen Mutes. Das Buch bestelle ich mir umgehend! Ich habe die Tage tatsächlich auch mal einen Blick auf all meine Verflossenen geworfen (Zettel & Stift) und was ich damals für Issues mit ihnen hatte - Und sie mit mir. Ganz häufig kam dabei zu der Erkenntnis, dass sich die Motive "Nähe/Distanz" und "Macht/Kontrolle" bei mir wiederholen. Ironischerweise sogar so weit, dass ich eine Beziehung selbst torpediert habe, damit es auf eine Trennung zugeht, war dann aber kurze Zeit später tiefbetrübt und schockiert über das Ende. Ich schätze also, um auf deine Frage zu antworten, dass bei mir neuronal irgendeine Selbstschutz-Instanz am Start ist, welche mich vor tiefen seelischen Verletzungen schützen soll, wie ich sie vor allem nach meiner allerersten Trennung erleben musste. Damals dachte ich, ungelogen, ich müsse sterben. Und war mir zu tausend Prozent sicher, dass ich das nicht erleben werden würde, mit meinen jungen 19 Lenzen. Auch ein verdammt guter Beitrag, ich erkenne mein Wesen sehr in deinen Worten wieder. Manchmal habe ich den Blick nicht so klar auf das gerichtet, was mich ausmacht, aber im Grunde ist genau das meine Stärke. Dass ich sein kann, wer ich bin. Mit all meinen Macken und Facetten. Hirnfick und Social-Needyness (so nenne ich das jetzt einfach mal) grätscht mir da immer wieder ganz gut rein. Am Ende des Tages bin ich aber auch nur ein Mann, der mal ficken, mal reden, mal Zweisamkeit möchte und gern auch eine Menge gibt. Dafür muss ich mich nicht schämen. Ich sollte nur klarer darauf schauen, was meine Triebfedern sind. Sie hat mir per WhatsApp eine Absage erteilt. Natürlich zwischen den Zeilen. Keine Zeit, zu viel zu tun, anderer Bullshit. Ich entgegnete mit Akzeptanz und wünschte gutes Gelingen. Das war's. Vielleicht meinst du das mit Premium. Ich kenne ja auch meinen Wert und renne schon lange keiner Uschi mehr hinterher. Dennoch kann ich aufkommende Traurigkeit akzeptieren und da-sein-lassen. Hey, diese Frau hatte einen wundervollen Körper, ihre Deep-Throats waren der Wahnsinn, das Küssen, die Zweisamkeit, alles irgendwie schön, kuschlig, wie ich schrieb. (Okay, den obigen einmaligen WTF-Moment mal sehr weit ausgeklammert.) Aber all das bekomme ich, als Premium-Mann, auch anderer Stelle wieder, wenn ich erstmal wieder mehr auf Kurs bin und mein Kompass wieder mitspielt. Schön, es auch nochmal bei dir zu lesen. Dickes fettes JA! Gut dosiert zieht Authentizität ungemein. So, schön, liebe*r Leser*in, dass du bis hierhin durchgehalten hast. Ich freue mich über weitere Gedanken, falls euch noch welche zum Gesagten kommen und wünsche einen fantastischen Herbstnachmittag!
  21. Nach dem zweiten Beischlaf hab ich mich direkt in mein Zelt verkrümelt, nach dem Aufstehen ging es instant gen Heimat. Muss dich also enttäuschen; keine Ahnung, ob die Kleine massieren kann. 😁
  22. Stichwort "Rücken": Hatte höllische Schmerzen. Nach der Aktion mit der Kleinen umso mehr. 😅
  23. Danke! Dem kann man vielleicht noch anfügen, dass das Urlaubsszenario mich super entspannt und besonders offen für Wagnis und Konversation gemacht hat - Sie ebenso. Daher vielleicht noch mein Tipp an die Neulinge: "Einfach" viel öfter man selbst sein (auch mit einem verletzten Rücken), die eigenen Schwächen mit einem fetten Grinsen nehmen, dann läuft das schon irgendwie... Besonders wichtig: Im Moment des höchsten Komforts zum Kuss ansetzen. Sonst ist alles für die Katz. Und bin da ganz bei dir, den Hund bräuchte ich auch nicht unbedingt nochmal in nächster Nähe. 😄
  24. Ich danke euch allen erstmal SEHR für die äußerst ausführlichen Antworten! 😊 Muss all das jetzt erstmal sacken lassen und auch nochmal lesen und später finde ich dann bestimmt auch noch Worte zum Geschriebenen... Dachte mir beim Lesen schon ganz oft: Ahja, genau. Das trifft den Nagel sowas von auf den Kopf! WOW...