HerrRossi

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  1. Derselbe Grund, warum der Chef bei der Gruppenbesprechung Polohemd und keine Krawatte trägt. Bzw. fast derselbe, denn wenn der Abteilungsleiter da ist, trägt derselbe Chef Brioni und eine Zweipfünderrolex, für die er sich seine Manschette extra mit einem Gummiband zurückbindet, damit sie ja nicht zufällig verdeckt wird. Auf dem Foto kommt das so raus: Die Begleiterin im kleinen Schwarzen stand 2 Stunden im Bad und der Typ daneben hat sich in einen exaltierten Anzug geworfen, nur damit beide um den Kerl im weißen Tshirt rumsitzen dürfen. -> an dem Typ muß was dran sein, sonst säßen die da nicht rum. Strahlt für mich erheblich mehr Social Proof aus, als wenn @sub_zero auch noch aufwendige Klamotten anhätte. (Teuer können sie ja trotzdem sein, irgendwo das Hillficker-Fähnchen oder auf dem Rücken ein topfdeckelgroßes Lauren-Pferdchen ) Wenn er damit durch die Reihen läuft wirkt es natürlich nur noch auf die, die ihn dadurch als den Typen aus der VIP-Lounge erkennen. Aber da sich im Nachtleben mittlerweile alle aufbrezeln wie für ein Konzert der Philharmoniker, ist gepflegtes Understatement näher am "sei anders" als noch einen draufsetzen zu wollen. (Ich werd zu alt für sowas: Früher hat man sich in der Disco einfach hingesetzt und ein Bier getrunken. Heute muß man sich den Sitzplatz mit nem Liter Wodka für den Wochenlohn eines Straßenkehrers erkaufen, sofern man ihn 4 Wochen im Voraus reserviert hat, und heißt dann VIP. Dafür kenne ich eine Disco (ich nenne jetzt keine Namen, die Laubsägearbeit ist eindeutig ), wo man als Ü30 auf dieselbe Überholspur darf wie die Gästeliste und VIPs, weil man damit freien Eintritt hat.) Hat mich aber auch noch keine angesprochen "Hey, du hast uns doch vorhin auf der VIP-Spur überholt, ich will ein Kind von dir!"
  2. Der Text ist gar nicht nötig, weil: "3. Anzahl der Dates, die bereits stattgefunden haben 64. Etappe der Verführung (siehe "Welche Etappen gibt es?") Sexuelle Berührungen, KC" schon die Lösung ist (und 6 Dates ohne Lay gewiß nicht "von jetzt auf gleich" sind.)
  3. Geil, ich flieg nach USA, bring den Jungs deutschen Akzent bei und geb PU-Kurse mit Blitzkrieg-Opener, Sportpalast-Euphorie und Rommel-Eskalation! Wenn das stimmt, was ich neulich las, muß man bei der Einreise nach Amiland (*noch* freiwillig) seine Accounts in sozialen Medien angeben. Also auch den hier im PU-Forum.
  4. Leider können nur 0,2% der Frauen mit Ironie und Sarkasmus umgehen. Der Rest wird von den Männern zu humorlosen Prinzessinnen ohne Königreich herangezogen. Und ohne Manieren, wie man an ihrem unverschämten Flake sieht.
  5. Der mit den weniger Haaren drauf? Erinnert mich an ein virales interaktives Powerpoint, das ums Jahr 2000 durch die Emailfächer wanderte. Man klickt sich durch ne Szene an der Bar, und am Schluß wacht man am nächsten Morgen auf mit einer Fetten neben sich, die einem den Arm einklemmt. Wenn man sie weckt, hat man verloren, weil sie einen dann bei vollem Bewußtsein nochmal vögeln will. Die andere Option war "chew arm off". Man kaute sich also den eigenen Arm ab und konnte fliehen. Letzte Szene: Die Dicke wacht irgendwann auf, entdeckt den abgebissenen Arm unter sich und wirft ihn neben das Bett. Wo schon 20 andere abgebissene Arme liegen.
  6. Erinnert mich an meine erste Telefonnummer durch PU. Ein Typ hat am Badesee die ganze Liegewiese mit Gitarre und Gesang bespaßt. Dann lief er rum und holte sich social proof bei seinen Bekannten, zum Schluß kam er zu der ihm unbekannten Gruppe mit einer HB, in deren Nähe ich saß. Im Ergebnis kam ich mit ihm und der Gruppe und der HB ins Gespräch, und wir beide bekamen ein Zettelchen mit ihrer Nummer. Ne halbe Woche später rufe ich sie an. Sie ist ziemlich komisch am Handy, wäre beschäftigt, blabla. Wurde jedenfalls nix draus. Ein Jahr später treffe ich den Typ zufällig wieder am selben See. Er erkennt mich auch wieder und fragt, ob denn damals aus dem Mädel und mir was wurde. Weil er hätte sich zwar ein paarmal mit ihr getroffen, inkl. Vorstellung bei ihren Eltern, aber dann sei sie zu ihrem Ex zurück. Und außerdem hätte er sie damals beim ersten Date gerade gefingert, als ihr Telefon klingelte und ich dranwar.
  7. Frag sie aus, wie er das gemacht hat und stell das Ergebnis ins Ü30-Forum!
  8. In den 90ern wollten die Mädels nicht knutschen, weil ihnen in Pretty Woman eingeredet wurde, daß man sich davon in den Kerl verliebt. Weiß nicht, ob sich das Mem noch gehalten hat. Eine FB von mir wollte überhaupt nicht knutschen, Pharmaziestudentin übrigens. Meinetwegen. Als ich dann mal bei ihr war und das Tübchen Aciclovir neben dem Rechner entdeckte, war mir klar warum.
  9. So, hab mich mal durch den Wust durchgearbeitet. Man merkt, daß der letzte Krieg zu lange her ist und die US-Armee schon zu lange die Kinofilme beeinflußt, wenn man den teils hanebüchenen Unfug hier anschaut. So wie manche Schreiber habe ich mir zuletzt mit 10 oder 12 Jahren den Krieg vorgestellt. Klar, wenn man wie Oberst Klein aus der gut geheizten Stube heraus mal eben heimtückisch 150 Zivilisten ermordet und dafür zum General befördert wird, macht Krieg Spaß. Wenn man Monate und Jahre im Dreck liegt und mehrmals täglich eine 50:50-Entscheidung hat, ob man überlebt oder zerissen/erschossen/verbrannt wird, während man dasitzt und wartet, oder während man mit voller Kraft rennt, aber leider nicht weiß, welche Richtung die richtige ist, dann hat man am Ende eine ganze Menge zusätzlicher Probleme zu allen anderen, die man vorher schon hatte. Aber, großer Vorteil, wenn man in sein zerstörtes Land zurückkehrt, bekommt man auch als AFC, der man geblieben ist, eine Frau ab, weil die Männer so rar geworden sind. Wird mit den asymmetrischen Kriegen aber nicht mehr passieren, außer den Ex-Kameraden interessierts kein Schwein, wievielen Turbanschädeln man denselben zwecks Mannwerdung weggeblasen hat. Mit Ängsten genauso, man wird Spinnenangst nicht dadurch los, daß man an der Dachrinne entlangbalanciert. Selbst wenn man Höhenangst hat und die dadurch heilt. Und schon gar nicht wird man Ängst dadurch los, daß man sich "abhärtet", also z.B. in Eiswasser duscht und sich dabei noch geißelt oder eine Leiche ausgräbt und vergewaltigt. Was ich schon eher erstaunlich finde, daß (eigentlich sämtliche?) PU-Gurus davon berichten, daß AA immer bleibt, egal wie oft und gut man sie überwunden hat. Während man selbst mit der fettesten Spinnenangst in einem halben Tag Angsttherapie ne Vogelspinne auf die Hand nehmen kann. Wobei ich nicht weiß, wie nachhaltig das ist und ob da die Angst verschwindet oder man sie lediglich abschwächt und gleichzeitig lernt sie zu überwinden. Meine These ist, daß die Ansprechangst zu intensiv, zu kurz und nur in einer Übergangszeit auftritt (nämlich genau vor und vielleicht noch im ersten Satz des Ansprechens), um eine Abstumpfung der körperlichen Reaktionen zu ermöglichen, wie es z.B. mit dem Foto und dann einer realen Spinne möglich ist. Man kann sich halt nicht langsam minutenlang einer fremden Frau nähern und sie gerade so ein bißchen ansprechen, wie man es noch ohne völlige Panik hinbekommt und vor allem bis sich der Puls wieder beruhigt hat, was für die Angstlöschung sehr wichtig ist. Übrigens gerade gelesen: Bruno Bettelheim, "Erziehung zum Überleben. Zur Psychologie der Extremsituation." Ein Wälzer von 300, 400 Seiten eines Psychologen, zugleich KZ-Überlebender, der später in der Therapie schwerst seelisch gestörter (auch traumatisierter) Kinder gearbeitet hat. Das Buch ist eine Sammlung diverser Aufsätze, die er im Laufe mehrerer Jahrzehnte geschrieben hat. Sind sehr interessante Sachen drin. Z.B. "Rechtschaffene Bürger", die damals alle KZler für Verbrecher hielten, weil sonst wären sie ja nicht im KZ. Als diese Leute selber ins KZ kamen, hielten sie sich selbst für Verbrecher, und glaubten nicht etwa an verbrecherische Willkür, was zu spannenden psychischen Symptomen führte. In dem Buch findet sich aber nichts, daß Bettelheim oder die von ihm im KZ und danach umfangreich beobachteten Leute aus diesen Erfahrungen "gestählt" hervorgegangen wären. Gibt eher nur Schuldgefühle des Überlebens und neben depressiven und suizidalen Tendenzen Schwierigkeiten im Alltag. Nix mit heldenhaft sein neues Leben danach beginnen, sondern eher Passivität und Ängste. Duldungsstarre ist ein gutes Stichwort dazu. P.S.: Für ein realistisches Bild von Krieg vielleicht lieber mal Gerlachs "Die verratene Armee" lesen als "Die verlorene Kompanie" von Heinrich Eisen (ein Propagandabuch von 1943 im Karl-May-Stil. Mit entsprechender Vorbildung ist es aber hochinteressant, weil man die teils plumpen, teils sehr subtilen Mittel der Propaganda eingewoben in eine spannende Abenteuergeschichte vorfindet). Übrigens haben v. Weizsäcker und Helmut Schmidt, denen man sonst duchweg gehobenen Sprachstil bescheinigen kann, mal in einer Fernsehdiskussion von der "Scheiße des Krieges" gesprochen, und das, obwohl sie damals als Offiziere unter den Privilegierten waren.
  10. Ja, die kenne ich. Echt klasse! Wird auf die Dauer aber zu teuer.
  11. Wenn man nicht Geige spielen kann, kann man sich hart und mutig auf die Bühne in der Carnegie Hall vorprügeln und vor ein paar Tausend Leuten ein häßliches Gefiedel von sich geben. Das kann man auch beliebig oft wiederholen, dann ist man irgendwann richtig gut im sich auf die Bühne Drängeln und häßlich Fiedeln. Bloß Applaus wird man so nie kriegen.
  12. Die Marktvergleiche beginnen zu hinken, wenn man sie zu arg präzisiert, weil sie dann den Gültigkeitsbereich des Modells verlassen. Das sind ja keine eindeutigen physikalischen Gesetze (die auch ihre Grenzen finden, wenn in Randbereichen vernachlässigte Faktoren hervortreten.) Der Abend in einer Disco mit 100 Frauen gestaltet sich definitiv unterschiedlich, ob nur 1 PUler oder 500 AFC und 1 PUler dort sind. Zumal sich die Verhaltensweisen von PUA und AFC in der Form nicht groß unterscheiden, schon gar nicht für besoffene Frauen, sondern nur im Detail und ihrer (auch nicht garantierten) Wirkung. Ich möchte Angraben mal mit Backgammon vergleichen: Jeder würfelt und macht seine Züge. Sieht von außen bei allen gleich aus. Nur wer präzise nachrechnet, erkennt, ob jemand gut oder schlecht spielt (nach Lehrmeinung bzw. nach mathematischer Wahrscheinlichkeit). Grottenfalsche Züge kann man einfacher erkennen (5 Blots stehenlassen wenn das Home-Board des Gegners zu ist oder mit "Wow, geile Titten!" ins Set gehen.) Trotzdem kann man auch damit gewinnen, wenn man Würfelglück hat oder das HB seinen Eisprung/der AFC optisch oder wegen seiner angesoffenen Dreistigkeit ihr Traumtyp ist. Der Begriff AFC ist hier eh etwas überstrapaziert, bzw. unterdefiniert: Ist eine bestimmte Sorte besonders blöder Männer gemeint oder einfach suchende Single-Männer allgemein? Im letzteren Fall sind wir beim Männerüberschuß angelangt und der ist ja nun wirklich ein uraltes Thema. Wenn man AFC als überaufmerksame Männer definiert, die zuviel investieren: Die sind natürlich störend für den Markt, auch wenn sie gar nicht wirklich zum Stich kommen. Im besten Fall stören sie nur die Abläufe des PUA, indem sie gelegentlich ins Gespräch eindringen ("Hallo schöne Frau, der Typ da ist doch nix für dich! *rülps*"), ohne selbst aktiv zu werden. In der Realität werden sie aber z.B. Frauen in Gesprächen binden, ihnen Aufmerksamkeit schenken (und damit ihre Ansprüche heben), ihnen Wahlmöglichkeiten schaffen (und sei es auch nur die Illusion davon), ihre Geilheit senken (nach dem dritten blöden Gespräch mit einem Spinner bleibt das Höschen für den Rest des Abends trocken). Die Frage ist: Was macht man nun mit der Erkenntnis?
  13. Ganz allgemein machen Idioten jeden Markt kaputt. Warum heißen Kneipen heute Clubs und kosten soviel Eintritt wie früher ein gutbürgerliches Essen zu zweit in einem Landgasthof? Weils die Idioten zahlen! Warum explodieren einem Handys in der Hand und sind veraltet, bevor man auch nur 5% der völlig beschissen und fehlerhaft implementierten Funktionen kapiert hat, kosten aber soviel wie ein Kleinwagen? Weils die Idioten zahlen! Die Liste ließe sich beliebig fortsetzen. Was ich eigentlich für Konsens unter PUlern hielt ist, daß so über alles gemittelt Männer allgemein Frauen zu sehr belohnen. Zuviel Invest im PU-Sinn. Für ihre bloße Existenz kriegen sie haufenweise Aufmerksamkeit, Komplimente und Getränke. Würden sich da alle Männer etwas mehr zusammennehmen und sich Frauen gegenüber so verhalten, wie sie es bei Männern tun (einer sagt zu mir "was willst du Pisser?" und ich kauf ihm dann noch ein Bier?!), würde das Hochpreiskartell der Frauen in Bezug auf Sex und Zuwendung nicht mehr lange halten. So fördern die Männer stattdessen unsoziale Verhaltensweisen der Frauen. Allerdings nicht nur AFCs, die plump den ganzen Tag jede Frau in den Himmel loben und ihr nach dem Mund reden, daß sie sich mindestens für eine Vorstufe zu einer Göttin hält, auch wenn sie abgebrochene Hauptschule, Mundgully und 80 Kilo zuviel auf den Rippen hat. Bei den PUlern ists nämlich noch schlimmer. Ein solcher reagiert auf einen Bitchshield, den man in der normalen Welt einfach asoziales Gezicke nennt, anstatt mit einem derben Dämpfer und Weggehen damit, daß er die ungehobelte Prinzessin ohne Königreich eine Stunde lang nach allen Regeln der Kunst umgarnt, ihr schließlich die geilste Nacht seit langem beschert und danach jede Woche ein spannendes Date in geilen Locations liefert, ohne daß sie auch nur einen Finger dafür krumm machen muß. Das wohlgemerkt als Belohnung dafür, daß sie keine Manieren hat und ständig freundliche Menschen rabiat vor den Kopf stößt. Auch daß Frauen nichtmal mehr "aktiv" werden müssen und sich wenigstens in einer Disco in die Ecke stellen, sondern sie jetzt auch beim Einkaufen und in der Straßenbahn angeprochen werden, Ergebnis wie oben, verdirbt den Markt. Das ist so ähnlich wie in der Werbebranche, wo jeder ständig das Budget erhöht und zum Schluß alles mit Werbung zugeschissen ist, ohne daß ein Kaugummi oder Waschmittelkarton mehr verkauft wird. Würden Männer sich nicht um Frauen kümmern, sondern alle biersaufend im Unterhemd vor dem Fernseher hocken, kämen die Frauen zu ihnen nachhause. Hat doch jahrzehntelang geklappt.
  14. Ich halte das für eine wichtige Erkenntnis, daß es unterschiedliche Menschentypen gibt, bzw. einfach 1000 Wesenszüge, für die es bestimte Grundausprägungen gibt. Wem das in die Wiege gelegt ist und das früh kapiert und vor allem beherrscht, hat genauso Glück beim Genroulette gehabt. Wenn man es sich erarbeiten muß, dauert es lange. Von Haus aus kennt man meist nur ein paar stereotype Reaktionen, die Eltern und sonstiges Umfeld zeigen. Da ist zunächst mal alles was anders ist, falsch (merkt man z.B. bei Kindern, die ein anders als von Mama gekochtes Essen erstmal als falsch kritisieren). Während ich bei den körperlichen Merkmalen von Frauen, die mich ansprechen (groß, schlank, mittelblond, Pagenkopf - da erscheint praktisch hartverdrahtet ein roter Rahmen in meinem Blickfeld) mittlerweile recht gut Bescheid weiß, habe ich keine Ahnung, worauf ich bei ihren charakterlichen Eigenschaften wirklich stehe. Ist bei den geringen Fallzahlen aber auch sehr schwer zu ermitteln. Eine FB war z.B. völlig auf dem Esoterik-Trip, mit Edelsteinen in der Trinkwasserkaraffe wegen Energieaufladung und so. War aber absolut sinnlich beim Vögeln. Da sind mir ihre Steine doch bums, solange sie mir keine in den Hintern schiebt. Eine andere hatte zwar null Bildung, da kam der Strom aus der Steckdose und das Wasser aus der Wand, aber dafür gute Alltagstauglichkeit, Organisationsvermögen (außer wenn sie mal wieder erst nachts um 2 ankam, weil sie vorher noch unbedingt dies und das erledigen mußte) und war einfach pflegeleicht im Umgang. Ist in der Summe aber angenehmer als eine Zicke mit hoher Formalbildung, die ständig auf dann auch noch falschen Standpunkten beharrt. Die Anfängerstufe des Screening, Frauen zu vermeiden, die mir schlechttun, beherrsche ich wohl. Der nächste Level ist dann, die Eigenschaften zu ermitteln, die einem guttun, und passende Frauen dazu zu finden.
  15. Damit sucht man sich Leute mit den Eigenschaften raus, die dem eigenen Unterbewußsein vertraut sind. Wenn man selbst ausgeglichen und einigermaßen seelisch gesund ist, wird das schon passen. Aber es besteht die große Gefahr, daß man die Fehler der Vergangenheit damit wiederholt. Wenn man sich zu den Leuten hingezogen fühlt, die einem noch nie gut getan haben. Der Klassiker: die Frau, die sich bei dem Mann wohlfühlt, der sie schlägt und auch sonst wie Dreck behandelt. Für Soziallegastheniker halte ich es daher schon für sinnvoll, objektivierte Kriterien aufzustellen. Die meisten hier genannten entspringen ja einem erkannten psychologischen Mechanismus. Mir hätte das früher sehr geholfen, damit eine Auswahl treffen zu können und allzu nervige bis schädliche Frauen von mir fernzuhalten. Gerade weil ich damals die dahinterstehenden Prinzipien weder gefühlsmäßig noch mit dem Verstand nachvollziehen konnte. Screening ist für Anfänger sowas Essentielles wie "gelbschwarz - sticht; leuchtendrot - giftig" für Kinder.
  16. Da setzt man sich in einen Vortrag über das Wurstwesen und landet ruckzuck selber im Fleischwolf. :) Löst bei manchen halt auch erst mal Abwehr aus. Bei den Dialogen mit den Mädels hier fühle ich mich an meine IRC-Zeiten erinnert. Wo ich als AFC versucht habe, ihnen die Welt zu erklären. (Z.B. daß es unhöflich ist, mitten im Gespräch nicht mehr zu antworten oder sich gar auszuloggen. Weil es das dasselbe ist, als ob man sich in RL einfach wegdreht. Oder daß mein Zweifel, ob sie eine Frau oder ein Fake ist, nicht daran liegt, daß ich anzweifle, daß *sie* eine Frau ist, sondern daß am anderen Ende eine Frau sitzt und nicht eine Gruppe pickeliger Informatik-Erstsemester.) Mein Resümee: Vergiß es! Sie können es getippt nicht verstehen. Manche können rückwärts einparken lernen oder im Stehen pinkeln. Aber eine Erklärung über ihr eigenes Verhalten, vor allem wenn ihre Meinung von den Tatsachen abweicht, können sie nicht verstehen. Da fehlt ihnen ein Versteh-Gen. Vielleicht können sie es auch in RL nicht, aber getippt auf keinen Fall. Für damals muß ich mich an die eigene Nase fassen, weil das oft auch reiner PDM war, und ich AFC-mäßig und needy mangels Alternativen bei solchen groben Unhöflichkeiten nicht einfach Tschüß gesagt habe. Aber Neice macht hier im Screening-Thread zu Vorführzwecken ein Screening bei ein paar Mädels, und löst damit die exakt dieselben Reaktionen aus. Paßt wie Reflexhämmerchen aufs Knie.
  17. Mein Screening-Kriterium ist: Wenn eine Frau mich auf so einen Cold-Reading-Zinnober nicht mit großen Augen fragend anschaut und meine Stirn befühlt, ob ich Fieber habe - dann ist sie durchgefallen. Andererseits kann man auch mit unintelligenten Frauen Spaß haben. Man darf halt nur keine Sachthemen mit ihnen anschneiden, weil dann kommt garantiert jeden zweiten Satz ein "Echt? Glaub ich nicht!" Für mich ist Bildung, nicht nur formale, sondern auch "Alltagsbildung" (wie binde ich mir die Schuhe, wie nähe ich einen Knopf an, wie kaufe und wechsle ich eine Glühbirne) ein wichtiges Kriterium. Wer keine Zeit - oder wesentlich schlimmer: keine Lust - hatte, 1000 Bücher zu lesen, hat halt weniger Faktenwissen, aber auch eine geringere Fähigkeit, abstrakte Sachverhalte zu erfassen. Macht komplexere Gespräche unmöglich (weil bis zu dem Punkt, den ich eigentlich diskutieren wöllte, müßte ich erstmal 10 Minuten Monolog halten, damit der andere überhaupt verstünde, worum es ginge. Klappt in der Praxis aber nicht, weil der Monolog voller allgemeinbekannter Banalitäten ständig ungläubiges Staunen oder Abwehr auslöst), ist aber noch kein Ausschlußkriterium. Aber ab einem gewissen Alter, das liegt nicht unbedingt weit über 20, muß man die Dinge um sich herum verstanden haben und in der Lage sein, Neues zu begreifen. Und wenn man schon nicht selber draufkommt, muß man wenigstens Erklärungen von anderen, die es wissen, akzeptieren. Ungebildete gewinnen fast immer nicht nur selber keine Erkenntnisse hinzu, sondern wehren sie auch noch aktiv ab. Und das ist für mich der völlige Abturner. Ist in der jüngeren Generation aber etwas weiter als früher verbreitet, nichts zu können und zu wissen und das auch noch zu zelebrieren.
  18. Klingt nach einem zweiteiligen Problem: 1. Die Pärchen sind komisch und führen komische Beziehungen. Was mich einen komischen, gezwungenen Abend vermuten läßt, steifer als ein diplomatischer Empfang unter Wilhelm II anno 1910. 2. Du willst was ganz anderes machen, als die Situation hergibt. Also was unerreichbares, was Dir aber möglich erscheint, wenn doch nur XYZ. Ich war mal kurz nach dem Abi in so einer Clique, die aus lauter spießigen, langweiligen, konservativen Pärchen bestand, deren Weltanschauung sich zwischen Misthaufen und Kirchturm ihres engen Taldorfs am Fuß der Schwäbischen Alb entwickelt und leider nie mehr erweitert hat. Tatsächlich warens ganz am Anfang wohl keine Pärchen, haben sich aber binnen kürzester Zeit zu solchen gruppiert, und nur gelegentlich wurde ähnlich der Reise nach Jerusalem mal innerhalb der Gruppe durchgewechselt. Das einzige frische Blut seit Ende des Kaiserreichs waren mein Kumpel und ich, als wir diese Clique mal wo kennenlernten und uns dann regelmäßig mit denen trafen. Mein Kumpel hat das einzige Solomädel über 3 Punkte (und unter 85kg) abgegriffen. Ich hatte mich zwar an eine auch Hübsche rangemacht, die aber seit Jahren in einen bestimmten Typ verknallt war und nur den wollte (3 oder 5 Jahre später hat sie ihn dann auch endlich bekommen). Die beiden 85-kg-HB3s hätte ich haben können, man versuchte mich sogar intensiv, mich mit einer davon zu verkuppeln. Danke, aber nein danke. Ich hab dann nach nem halben Jahr "innerlich gekündigt", bin nur noch so lose uns seltener mit, daß ich halt dabei war, mangels Alternativen, aber mich nicht mehr wirklich an der Gruppe beteiligt habe, und nach nem weiteren halben Jahr blieb ich dann ganz fort. Aus heutiger Sicht muß ich sagen, daß das ein so ultraschlechtes AFC-verpilztes Klima war, daß man da selbst als Normalmensch angesteckt würde. Also nicht nur aufreißmäßig, sondern insgesamt auf Persönlichkeitsentwicklung und "seelische Gesundheit" bezogen. Wenn man dann noch Defizite hat (erkennt man daran, daß man irgendwann zu PU gefunden hat ;), dann zementiert man sich damit sämtliche Entwicklungsmöglichkeiten, weil einen solche Leute schlimmer runterziehen als es z.B. die eigenen Eltern könnten, wenn sie einem nix zutrauen. Solche Spießer sind die Definition von Komfortzone. Da geht nix mit "ich hol mal die zwei Mädels von da drüben an unseren Tisch", aber auch nicht "Hey, hier ist ja Jahrmarkt, laßt uns mal Achterbahn fahren". Am Ende ist man auch ein Spießer, hat einer aus der Gruppe ein Kind gespritzt und sitzt ruckzuck im eigenen Häuschen reihum abends im Kaffee- oder Traumschiffkränzchen mit der Gruppe. Welche Aspekte Deiner Gruppe auf mein Beispiel passen, kannst nur Du beurteilen. Zu 2. : Man muß halt wissen, worauf man sich einläßt. Pärchenabend ist kein Aufreißabend. Hat aber trotzdem seine eigenen Qualitäten (oder auch nicht, siehe oben). Aber per se ist es nichts schlechtes, es scheint nur etwas anderes zu sein als Du Dir erwartest oder erhoffst: Wer sich täuscht, kann ent-täuscht werden. Die haben halt relativ starre Vorstellungen davon, wie das abläuft, eine Chance auf Änderung durch Dich scheint nicht zu bestehen und dann gibts nur die Möglichkeit, es so zu akzeptieren oder zu lassen. Du gehst ja auch nicht an den Eisstand und verlangst eine Bratwurst (außer Du machst gerade ein Bootcamp.) Dabei sind sowohl Eis als auch Wurst in Ordnung. Nur halt jeweils was anderes, und alles zu seiner Zeit. Und wer jetzt halt total Hunger auf Fleisch hat, ist auch mit dem tollsten dreistöckigen Eisbecher nicht gut beraten und bedient.
  19. Dagegen empfehle ich "Bildung. Alles, was man wissen muß" vom selben Autor.
  20. Wie es bei mir mit Ü30 lief, kannst Du da nachlesen: Leider bin ich jetzt nach weiteren gut 3 Jahren PU-mäßig gefühlt nicht besonders viel weiter. Allerdings war ich auch die letzten 4 Jahre in einer LDR, was natürlich ein sehr guter excuse war, sich nicht meiner Ansprechangst stellen zu müssen. Fremdsprachen lernt man im Alter halt schwieriger.
  21. Liest sich wie in "Der Campus", nur in längeren Zeiträumen.
  22. Angesichts Deines Alters scheint mir ein Bootcamp erfolgversprechend. Das kann helfen, Deine Gefühlsreaktionen zum Positiven zu verändern. Überhaupt findet das alles auf der Gefühlsebene statt. D.h. durch rationales Nachdenken allein findest Du nur noch mehr Probleme und fühlst Dich scheiße. Sinnvoller ist es, etwas zu tun, daß Dir (kleine!) Erfolgserlebnisse verschafft. Das dann mit geeigneten Methoden verstärken und auf diese Weise etwas Dein Verhalten und noch mehr Deine unbewußten Gefühlsreaktionen darauf verändern. Das kann dann z.B. dazu führen, daß Du irgendwann ein paar Stunden mit oberflächlichen Bekannten nicht mehr als nervig und verlorene Zeit empfindest, sondern erstmal als "naja, ging eigentlich" und nach einiger Zeit vielleicht als einen "irgendwie netten" Abend, der mal eine willkommene Ablenkung von der harten Faktenwelt war, erlebst. Smalltalk zu lernen ist als rationaler Mensch sehr schwer, weil es absolut nicht auf Inhalte ankommt, sondern nur darauf, Gefühle mittels Sprache zu transportieren und zu beeinflussen. Wenn man das auf der falschen Ebene dekodiert, klingt es wie Modempfeifen statt wie die verborgene Nachricht. Zu Deinen Problemen mit dem Selbstbewußtsein kann ich Dir raten, Dich mal zum Thema Selbstwertgefühl einzulesen. Ich will jetzt nicht küchenpsychologisieren, aber es kann sein, daß Du in bestimmten Bereichen, namentlich im Umgang mit Frauen, schlichtweg keines hast. Also das innere Gefühl und die Gewißheit, ich kann was, ich bin was und ich darf das. Und dann zieht man sich unbewußt auf die Faktenwelt zurück, weil man da "weiß", daß man recht hat und das auch mathematisch beweisbar ist. Zu dieser oder jener Frau jetzt "Hallo" zu sagen, ist keine Frage von richtig oder falsch, sondern vom Gefühl, es zu wollen und zu dürfen. Deine ganzen Probleme klingen mir so sehr nach Standard - Mann, jung, rational, Einzelgänger, Selbstzweifel - daß Du hier eigentlich tonnenweise Material finden müßest. Und Dutzende Leidensgenossen, wenn Dir danach ist. :) Und weil lesen und tippen die Gefühlsebene, insbesondere zwischenmenschlich, fast überhaupt nicht anspricht, empfehle ich Dir, ein Lair aufzusuchen oder sonst Kontakt zu etwas erfahrenen PUlern zu knüpfen. Da erhält man durch schlichtes Beobachten unglaublich viele neue Erkenntnisse.
  23. "Hey, laß uns hier rausgehen. Ich kenn da ne tolle Matratze im Gebüsch hinter der Kleintierkadaversammelstelle. Aber laß uns auf dem Weg dahin noch schnell in ein Hotelzimmer gehen zum Zähneputzen."
  24. Das einzige Mal, wo ich im Leben pleite war, war mit 14, als ich sämtliches Konfirmationsgeld (nicht mal 800 Mark oder so, die ganzen Onkels die im Zweiten Weltkrieg geblieben sind schlugen halt ins Kontor) in einen gebrauchten C64 investiert habe. Als Student von Bafög leben müssen, aber trotzdem einen PC für 4500 Mark gekauft. Aber das Geld hatte ich nur, weil ich nicht wie die Schnösel-Klassenkameraden jedes Wochenende 100 Mark in der Disco rausgehauen habe, sondern alles aufs Sparbuch getan habe. Welcher Schüler hat schon Bundesschatzbriefe? Das Problem ist heute, wir leben in einer irrsinnigen Überflußgesellschaft. Die Leute können nicht mehr rechnen und nicht mehr bis übermorgen denken. Und gerade beim Thema Geldausgeben/Geiz, wo es ohnehin nicht *die* eine Lösung gibt, fehlt den meisten einfach völlig der Maßstab, die Ahnung und die Ratio. Bei der Abwrackprämie haben die Leute reihenweise ihre Autos, die 5000 Mark und mehr wert waren, zum Verschrotten gegeben und einen überteuerten Neuwagen gekauft, weil es so geil ist, vom Staat 2500 Mark zu bekommen. In Stuttgart kostet ein normaler Cappucchino mittlerweile 4,45 Euro. Weils die Leute zahlen. In einem ganz normalen Konditoreicafe mit Thekenverkauf, halt alteingesessen, aber nichts besonderes. Zwei Straßen weiter bekommt man für 3,50 in vergleichbarer Atmosphäre, sogar auf Polsterstühlen statt Holzklasse, einen Cappu etc. nach Wahl und ein Stück Torte aus 4, 5 Sorten. Ist es nun Geiz, wenn ich zum Preis von zwei Kaffee lieber 3 trinke und dazu 3 Stück Torte esse, und dabei noch kostenlos zwei verschiedene Tageszeitungen lesen kann? Viele Fehlentwicklungen in unserer Wirtschaft beruhen darauf, daß gerade die Leute, die es sich nicht leisten können, alles mitmachen. Meine LDR, die wg. einfachem Job mit Zeitverträgen regelmäßig zwischendrin in Hartz IV war, mit Tochter, kauft lauter Markenessen und Haushaltskram. Gilette oder was Dameneinwegrasierer in rosa für gefühlte 10000 Euro das Stück. Tempo-Taschentücher. Süßigkeiten und Fertiggerichte von mehrfach teureren Marken. Niemals im Angebot und niemals zum billigeren Preis. Die Funnyfrisch also vom Rewe für 1,50 statt vom Lidl für 1,20. Kölln-Haferflocken für 1,50 statt Lidl (vom selbenAcker) für 39 Cent. Habe ihr mal vorgerechnet, daß sie 30 Euro im Jahr allein dadurch verschwendet, daß sie 2-3 (original) Tempos am Tag nur zum kurzzeitigen Ablegen ihrer Brille oder zum Einwickeln und Wegwerfen von einem Kaugummi verbraucht. Das ist für HIV viel. Aber selbst der Unternehmensberater mit fünfstelligen Strom-/Heizungs-/Unterhaltskosten im Jahr für sein großes Haus schaltet abends das Licht aus, wenn er weggeht. Es erscheint scheißegal, ob die Zahncreme 50 Cent oder 1 Euro kostet. Aber das macht den Unterschied, ob man im Jahr 500 oder 1000 Euro für Kosmetika ausgibt. Das ist ein Flug nach Thailand oder ne Woche Oberbayern in einem netten Hotel. Geld ist Lebenszeit. Wenn man durch Geldsparen mehr Zeit verbraucht, als der ersparte Betrag in Zeit wert ist, dann ist das meist Quatsch. Andererseits macht man sehr viele Dinge im Leben, die überhaupt kein Geld bringen. In der Disco rumhängen zum Beispiel. Trotzdem trage ich keine Pfandflaschen heim, weil ich sonst im schlimmsten Fall wegen 25 Cent ne halbe Stunde klebrige Finger oder gar ne versiffte Hose habe, weil noch was rauslief. Andererseits stand neulich 10 m von meinem Auto entfernt ein kompletter leerer Bierkasten (für Experten: mit Bügelflaschen, die sind fast so wertvoll wie Einwegpfand). Den habe ich dann doch in den Kofferraum gestellt. Weil *den* Aufwand treibe ich auch mit meinen anderen Getränkekästen aus dem Keller. Würde ich den Bierkasten also nicht mitnehmen, weils zuviel Aufwand wäre, müßte ich eigentlich meine sämtlichen Getränkeflaschen in den Müll werfen. Oder ich nehme in der Gaststätte 2, 3 Zahnstocher mit, das ist mein Bedarf für ein Vierteljahr (meist zum Basteln statt fürs Gebiß). Dadurch spare ich mir "nur" 1 Euro für die 100er-Schachtel, die aber sonst 10 Jahre fast unbenutzt zuhause rumstünde. Dafür habe ich neulich bei nem Fliegerfest für zwei jeweils 15-Minuten-Rundflüge zusammen 80 Euro abgedrückt. Das reut mich nicht, weil das numal das Preisniveau ist und ich dafür richtig schöne Erlebnisse hatte. Aber ein Bier für 5 Euro - nee. Oder ein Münzklo für 50 Cent: denen würde ich tendentiell lieber vor die Tür kacken und ein Käsefähnchen reinstecken.
  25. Ich habs erst in den letzten Wochen wieder an mir beobachten können: Wie man sich bei einer schlechten Situation fühlt, hängt nicht im Geringsten von ihrer faktischen Bedeutung ab. Selbst die scheinbar objektiv unterschiedliche Wichtigkeit, also z.B. Kugelschreiber, Fahrrad oder Auto gestohlen, läßt sich nicht unbedingt so präzise und eindeutig festlegen, wie man meint. Und wie man sich danach fühlt schon gar nicht. Ich glaube auch, daß es Leute gibt, die viele negative Situationen gar nicht als solche wahrnehmen. Also nicht "wegdrücken" oder wegreden, sondern da war nichts. Wie wenn mir einer mit ner UV-Lampe Tolstois Krieg und Frieden morst, nehme ich nicht wahr. Sehe ich auch in Posts von einigen Protagonisten hier. Da denke ich mir "oh, was für ein Risiko, und tatsächlich, ging schief", und die schreiben einfach "und dann habe ich stattdessen blablabla". Ich weiß leider nicht, wie man zu einer solchen Einstellung kommt, vor allem, wenn man sie nicht hat. Wer halt einmal von einer Vogelspinne gebissen worden ist, wird sie nie wieder als die possierlichen, pelzigen Schoßtiere zum Rumalbern beim Fernsehabend begreifen, die sie tatsächlich sind. :) Soll heißen, entweder haben diese "Gefühlsoptimisten" das Glück, daß ihnen nie wirklich Schlimmes widerfahren ist, also eher in Richtung kindliche Traumatisierungen, oder sie haben ein Gemüt, das sich von Schlimmem nicht verfinstern läßt, oder sich durch harte Übung eine Scheißegal-Einstellung zugelegt. Wahrscheinlich ists ne Mischung aus allem drei. Wenn bei einem selbst, aus welchen Gründen auch immer, jeder dieser drei Parameter fast am falschen Anschlag ist, wirds halt ein langer Weg.