Solaris78

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  1. Die wohlhabenste hatte ich mal vor ein paar Jahren. Eine Afghanin aus Kabul, einer ihrer Onkels war Minister. Anders gesagt, war ihre Familie wohl eine von den oberen zehntausend. Komplett westlicher Stil, dachte erst, sie wäre Spanierin, Griechin oder Ähnliches. Schon wie wir uns kennengerlernt haben ist der Hammer gewesen, in der S-Bahn. Sie saß etwas weiter und hat telefoniert. Hatte mich aber bemerkt und ab und zu in meine Richtung geschaut. Wir mußten an derselben Station aussteigen, da ist plötzlich ihr Handy heruntergefallen. „Oh nein, mein schönes Telefon...“ Habe ihr geholfen, die Einzelteile wieder aufzusammeln. Sie wollte sich als Dankeschön erkenntlich zeigen. Später hat sie zugegeben, daß die Nummer mit dem Handy Absicht gewesen ist. War die nächsten Monate recht turbulent mit ihr. Und sie hat alles gezahlt, immer. Taxi war obligatorisch. So schnell konnte ich gar nicht gucken, wie sie den nächsten Fünfziger in der Hand hatte. Und sie war dauerspitz. Manchmal war ihr Höschen schon durchgesuppt, wenn wir noch unterwegs waren. Ließ sich im Bett gern bedienen und kam meist auch recht schnell. Sonst gab es aber praktisch keine Gemeinsamkeiten und nach ein paar Monaten wurde der Kontakt plötzlich spärlicher und brach dann ganz weg. Wirklich gewundert hat es mich nicht. Die Nummer mit dem Handy bringt sie vielleicht immer noch, wer weiß...
  2. Eine Sache kann ich schon verstehen. Ich finde die Stelle nicht auf Anhieb, aber weiter oben hast du geschrieben, daß es dich nervt, immer von vorne beginnen zu müssen. Gerade wenn man „Tinder“ und co. mit ins Game zieht, kann einen das auch frustrieren. Ich hatte auch Zeiten, in denen ich über mehrere Monate am Stück locker ein, zwei Dutzend Verschiedene getroffen habe. Mal ein Treffen, mal zwei, mal ging auch was und es lief etwas länger. Manche Dates waren auch so absurd, daß ich es schon mit Humor nehmen konnte. Aber wenn dieser Tanz zu lange geht, kommst du dir vor wie in „Und täglich grüßt das Murmeltier.“ Blond, brünett, schwarzhaarig, Sekretärin, Doktorandin, mit Hund, mit Katze, mit Hund und Katze, Einzelkind, Geschwister, sportlich, vegan, spielt Klavier, spielt Flöte, spielt die Arschgeige, wählt links, wählt rechts, fährt Auto, fährt U-Bahn etc. Dann wird es Zeit, diese Phase mal eine Zeit an den Nagel zu hängen. Ein Indikator ist immer, wenn es zu Verwechslungen kommt. „Wie hat dein Bruder eigentlich seine Frau kennengelernt?“. „Hä? Mein Bruder ist doch schwul!“. Solltest du auch tun. Nimm dich mal eine Weile aus dem Spiel. Schön das Fenster öffnen und frischen Wind in die Bude lassen. Geh ein bißchen in die Natur. Mach Sport. Lies was. Und Tinder hat Sendepause.
  3. Willkommen im Tindergarten. Da könnte ich auch dutzendfach Geschichten erzählen. Graue Mäuse, Modepüppchen und harmlose Freaks gehen ja noch, das ist zuweilen ganz amüsant. Aber solche Exemplare wie deins können echt nerven. Sei froh, daß du diesen Eiertanz gleich am ersten Tag hattest und nicht erst Wochen später. Solche Damen mußte ich am Ende sogar blocken, um den Zirkus endlich zu beenden.
  4. Aus deinen Kommentaren geht nicht hervor, wie die Gespräche stattfinden. Das ist hier aber das Entscheidende. Gib mal ein paar Details preis. Erzählt sie die ganze Zeit und du nickst es ab und sagst ständig „mmh...achso...ja, klar....mmh...und dann?...ah, toll!...“ ? Lies dich mal ein, wie man gut Gespräche führt. Sie scheint dich zu mögen, ist aber noch nicht wirklich interessiert. Zieh' sie zum Beispiel mit ihrem Pferd auf und frage sie, wo sie denn so gut reiten gelernt hat oder ähnliches.
  5. Da bin ich ganz deiner Meinung. Das Höchste sollte doch sein, daß ich mich um mich selbst kümmere. Wenn mich eine Person wirklich belastet, warum auch immer, dann wird sie eben gelöscht. Dieses Gefasel von souverän wirken ist doch auch nur wieder auf die Außenwirkung bedacht. Sie soll dieses, jenes denken, annehmen, nicht denken, nicht annehmen. Im Idealfall sollte man sich doch genau davon befreien. Das ist befreiend und nicht dieser ewige Kopfzirkus, wie man auf andere wirkt.
  6. Mir geht es momentan auch ähnlich wie dir. Aber im Detail doch anders. Du flippst aus, wenn sich deine einen Tag nicht meldet? Bei meiner kann das auch mal eine knappe Woche sein. Ist aber eine gute Übung, um Gleichmut zu entwickeln. Du schreibst in deinem Eingangs-Post von einer „Scheiß-auf-Alles“-Mentalität. Ich weiß aber nicht, ob das zielführend ist. Es klingt nach dem Versuch, alles außerhalb abzuspalten und zu ignorieren, um sich quasi selbst schadfrei zu halten. Der Königsweg wäre aber, alles emphatisch anzunehmen und doch gleichmütig darüber zu stehen. Diese Worte schreibe ich mir übrigens auch gerade selbst, es ist nicht leicht, ich weiß das. Sie meldet sich nicht. Höchstwahrscheinlich - und vermutlich ist das so - hat es nichts mit dir zu tun. Vielleicht seid ihr zu verschieden, vielleicht hat sie Streß, vielleicht hat sie nicht mehr alle Latten am Zaun, vielleicht sitzt ihr ein Furz quer. Oder es stört sie etwas an dir. Wäre das schlimm? Was genau brauchst du? Ihre Bestätigung? Oder einfach den Fakt, daß da jemand ist?
  7. Sie hat einen Freund. Sie findet dich nett. Punkt. Der Rest ist Illusion. Ich lächle auch 90-jährige an, wenn ich sie sympathisch finde. Warum auch nicht? Das dich das 3 Semester beschäftigt, ist ordentlich. Gab es irgendwelche anderen in dieser Zeit? Reell? Oder hast du wenigstens auch andere angeschmachtet? Letzteres hat im Grunde keinen Wert, würde aber zumindest zeigen, daß du nicht nur auf sie fixiert bist.
  8. Den Spruch mit dem Sex hätte ich mir an der Stelle gekniffen. Der kommt zu sehr aus dem Kontext gerissen. Ansonsten auch tatsächlich zu langes Getippsel. Und du hättest ihr am Ende nicht den Ball zuspielen sollen. Wenn sie sich melden soll, kommt es bedürftiger rüber, wenn du dann doch wieder anfängst zu schreiben. Eine minimale Chance hast du vielleicht noch. Warte noch ein paar Tage, damit etwas Gras darüber wächst. Und dann schreibst du noch ein letztes Mal. Und zwar mit einem konkreten Vorschlag. Und laß es so aussehen, als ob du das ohnehin vorgehabt hättest. Also zum Beispiel, daß du vorhast, zu einem Flohmarkt zu gehen und ob sie dich begleiten möchte. Dann sieht es nicht so aus, als ob der Vorschlag nur dazu da ist, sie wiederzutreffen. Normalerweise wird hier geraten, besser anzurufen, aber höchstwahrscheinlich würde sie nicht rangehen. Denk' dir was aus, feil' an der Nachricht und dann schreibst du sie... erstmal hier ins Forum. Dann kann man das notfalls noch korrigieren.
  9. Das es tatsächlich einen gesellschaftlichen Verfall - zumindest im öffentlichen Raum - gibt, ist schon richtig, leider. Das ist aber ein generelles Großstadtproblem, auf dem Land sieht das schon anders aus. Ich bin aus Berlin und merke schon einen großen Unterschied, wenn ich in Brandenburg in kleineren Städtchen bin. Da wirst du plötzlich von Wildfremden begüßt. Das mit den USA kannst du in dem Zusammenhang übrigens vergessen. Ich habe einen Studienfreund, ursprünglich auch aus Berlin, der nach New Jersey gegangen ist. Seit einer Weile jammert er sich in Nachrichten aus, daß er zurückwill, weil er mit der Oberflächlichkeit der Leute da nicht mehr klarkommt. Ich kann das bestätigen, ich bin auch mal ein paar Monate in den USA gewesen. Du schließt sehr schnell Kontakte, sie haben aber keinen Tiefgang. Du solltest erstmal in Europa bleiben. Eine kleinere bis mittelgroße Stadt wäre vielleicht besser geeignet. Ansonsten kannst du auch in Köln einiges machen. Suche dir zum Beispiel ein Ehrenamt oder irgendetwas anderes sinnstiftendes. Letztlich hast du weltweit dasselbe Problem, wenn du nur zu Hause hockst und deine Rauhfasertapete anstarrst.
  10. Deine Informationen sind recht dürftig. Komm nicht auf die Idee, ihr erstmal eine Nachricht von wegen „was machst du so“ zu schicken. Wenn es irgendeine Gemeinsamkeit gibt zwischen euch oder du irgendetwas spezielles über sie weißt, dann komm gleich mit einer Idee, die damit zu tun hat. Das weißt nur du, was das sein könnte. Wenn sie z.B. Flohmärkte gerne mag, dann schreibe, daß demnächst der XY-Flohmarkt stattfindet und ob sie dich dahin begleiten möchte. Wenn sie Naturkundemuseen mag, dann schreib, daß ein frisches Tyrannosaurus-Rex-Skelett eingetroffen ist und ob sie Lust auf einen Besuch hat. Keine Bla-Nachrichten ohne Inhalt! Gerade nach längerer Zeit mußt du eine Brücke schlagen, die mit ihr zu tun hat! Sie könnte dann sogar beeindruckt sein, daß du das noch weißt.
  11. Mein Vorposter hat es schon beschrieben, Daygame scheint mir hier deutlich geeigneter. Gut, jeder wirbt für das, was er am Besten beherrscht. Clubgame hat bei mir nie wirklich funktioniert. Ist eben typbezogen, ich bin eher ruhig und beobachte in Ruhe. Daygame ist herrlich! Es ist wie ein Supermarkt der Möglichkeiten. Und der eigentliche Vorteil ist, daß du sie kontextbezogen ansprechen kannst. Du fragst sie in Klamottenläden um Rat. Sie steht bei Hugendubel und hat ein Buch in der Hand, daß du schon kennst. Somit kannst du eine Bindung schaffen, der bei Clubgame entfällt. Da bist und bleibst du der Typ, der sie angetanzt hat, sonst weiß sie nichts von dir. Spätestens am nächsten Tag wird ihr das klar. Neben Typbezogenheit ist eben auch die Frage, was du möchtest. Ich persönlich finde ONS langweilig, du stellst die Qualität ja auch in Frage. Wenn du sie öfter treffen willst, mußt du Situationen schaffen, in denen sie dich erstens kennenlernen kann und ihr zweitens eine Gemeinsamkeit habt. Und zusammen den siebten Bacardi Cola dem Klo durch den Schlund zu übergeben ist keine Gemeinsamkeit, an die sie sich erinnern möchte.
  12. Gerade wenn man neu in der Materie ist, ist Daygame eine feine Sache. Hat auch was typbezogenes, der Clubgametyp bin ich nie gewesen. Daygame ist prima! Einkaufszentren, Parks, Cafes und... der öffentliche Nahverkehr! In Berlins Bussen und U-Bahnen habe ich viele kennengelernt. Ich habe diese Unterkategorie für mich Traingame getauft. Es waren einige bei, mit denen ich mich auch getroffen habe. Eine habe ich mal in der BVG-Bußgeldstelle angequatscht. Sie stand in der Schlange vor mir. Wir waren dann zweieinhalb Jahre zusammen. Schwarzfahren verbindet offensichtlich. Aber im Großen und Ganzen waren die Erfolge eher mager. Einen ganzen Sack voll Nummern bekommen, ähnlich wie du. Einige getroffen, auch mit einigen schon beim ersten Treffen bei mir oder ihr gelandet. Oft blieb es aber dabei. Eine hat mich mal um vier Uhr früh aus ihrer Wohnung geschmissen. Weil sie es merkwürdig fand, in der S-Bahn kennengelernt, das wäre doch total merkwürdig. Trotzdem solltest du noch eine Weile auf der Schiene bleiben. Es ist eine gute Übung. Und genau so solltest du es betrachten. Der Weg ist das Ziel. Und vielleicht fährst du mal ohne Ticket Bus oder Bahn. Und schaust dann, wer in der Bußgeldstelle vor dir steht... das Leben steckt voller Überraschungen.
  13. Wozu, das ist doch eine Selbstverständlichkeit? Du beziehst deine Raketen vermutlich direkt bei Kim Jong-Un? Nimm 10, zahl 8. Du Fuchs!
  14. Ob du dich falsch oder richtig verhalten hast, ist jetzt irrelevant, denn die Vergangenheit kannst du nicht ändern. Ich vermute, daß sie sich nochmal melden wird, das könnte aber ein paar Tage dauern. Falls nicht, zu den Akten legen, ist gelaufen. Falls ja, überrasche sie mit etwas, das sie nicht erwartet hätte. Lege dir schon mal eine Idee in die virtuelle Schublade. Auf keinen Fall einen dritten Filmabend, aber das weißt du vermutlich schon. Und laß es so aussehen, als hättest du das eh vorgehabt. „Du, ich wollte demnächst auf den Flohmarkt und mir eine Mittelstreckenrakete kaufen, weiß aber noch nicht, in welcher Farbe. Du darfst mich gerne begleiten.“ Was man eben so am Wochenende treibt.
  15. Hab das Thema verfolgt und war gespannt, wie es ausgeht. Ich habe gerade auch so eine völlig Passive... seltsam, läßt das Meiste mit sich machen, aber macht selbst nix. Bin hier schon lange angemeldet, aber aus denen werde ich nicht schlau...